Stimmung hinter der Mauer oder „Unsere Liebe. Unsere Mannschaft. Unser Stolz. Unser Verein.“

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"Unsere Liebe. Unsere Mannschaft. Unser Stolz. Unser Verein." (aufgenommen beim Spiel des 1. FC Union Berlin gegen Real Club Celta de Vigo. © Foto: Hans-Peter Becker

Berlin, Deutschland (Weltexpress). Die Berliner wissen immer noch, wie sich hinter der Mauer Stimmung machen lässt. Einige Hundert Union-Fans bewiesen das am Sonnabend beim 3:0-Sieg der Eisernen gegen Fortuna Düsseldorf. Die Fans standen auf der Waldseite hinter den Mauern der Stadion-Tribüne. Ihre Gesänge und das „Eisern Union“ waren nicht zu überhören.

Anthony Ujah, Christian Gentner und Sulaman Abdulahi sorgten für den klaren Sieg, mit dem die Berliner Fortuna Düsseldorf in die zweite Liga verabschiedeten. Mit großem Hallo unter der Aufsicht einer Hundertschaft Polizisten schickte eine ansehnliche Fan-Schar ihre Lieblinge in den Urlaub.

Für einen Schweizer ziemlich temperamentvoll schwärmte Union–Trainer Urs Fischer geradezu: Wir waren immer präsent und in den Zweikämpfen unermüdlich. Da muss ich angesichts von 41 Punkten dem gesamten Team Dank sagen für die starke Leistung.“

Für die kommende Saison wird sich Fischer auf einen neuen Kader einstellen müssen. Mit Manuel Schmiedbach, Ken Reichel, Keven Schlotterbeck, Yunus Malli, Miguel Opfermann Arconse, Sebastian Polter, Rafal Gikiewicz und Michael Parensen verlassen gleich acht Kicker Köpenick. Mit Felix Kroos und Christian Gentner wird noch verhandelt. Nach elf Jahren auf dem Rasen rückt Parensen jetzt in das Union-Management.

Das ist schon ein gewaltiger Umbruch. Da muss sich Union-Sportdirektor Oliver Ruhnert etwas einfallen lassen, wenn auch im nächsten Jahr eine so bestechende Saison gespielt werden soll, wie in diesem Jahr.

Angesichts der Tatsache, dass Ortsnachbar Hertha mit eine Geldschwemme von mehreren Millionen nur durch ein paar mehr geschossene Tore lediglich einen Platz vor den Unioner rangiert, kann man vor den Wuhlheider nur den Hut ziehen.

Durch den elften Platz steigen die Eisernen allerdings auch in der Geldranglist etwas höher und können mit der einen oder anderen Million TV-Geld mehr rechnen.

Ob die Unioner aber einen adäquaten Ersatz für Rafal Gikiewicz finden werden, steht in den Sternen. Der Polen verabschiedete sich aus der Alten Försterei mit Tränen in den Augen. Er wechselt jetzt nach Augsburg, wo bereits vier Keeper auf einen Einsatz brennen. Ob Rafal dort und Union ohne ihn glücklich werden, steht wohl in den Sternen.

Anmerkung:

Mehr zum Spiel im Artikel „1. FC Union Berlin schickt Fortuna Düsseldorf in die 2. Liga – ein Ex-Bremer leitete die Niederlage der Fortunen ein“ von Hans-Peter Becker.

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