Berlin, BRD (Weltexpress). Eishockey-Bundestrainer Herold Kreis muss seine Sachen packen. Der Deutsch-Kanadier hatte sich einst als deutscher Nationalverteidiger einen Namen gemacht. 2023 übernahm er das deutsche Nationalteam als Trainer und führt die Deutschen 2023 auf einen sensationellen WM-Silberrang. Danach war bis auf den respektvollen sechsten Olympia-Platz Schluss mit lustig beim Eishockey.
Die Deutschen mussten in den beiden vergangenen Jahren bei den Weltmeisterschaften nach der Vorrunde die Sachen packen. Ganz gleich ob das schwarz-rot-goldene Team von NHL-Profis unterstützt wurde oder nicht. Den meisten NHL-Profis schienen in der Mehrzahl, in heimischer Umgebung die Kräfte zu schwinden.
Jetzt wurde der 67-Jährige Herold Kreis in die Wüste geschickt. Damit besteht die Chance, dass in der deutschen Kabine wieder in der Muttersprache deutscher Nationalmannschaften gesprochen wird. Ob dadurch ein besseres Eishockeygeboten werden kann, steht allerdings in den Sternen.
Denn auf den Nachwuchs kann ein zukünftiger Nationaltrainer kaum hoffen. Die U20 schaffte mit Hängen und Würgen geradeso den Klassenerhalt in der A-Gruppe. Die U18 dagegen sah kaum einen Stich bei der WM ihrer Altersklasse und stieg in die B-Gruppe ab. Keine rosigen Aussichten für das deutsche Eishockey.
Der neuen Bundestrainer muss schon einen Zauberstab zur Hand haben, wenn er bei der nächsten WM einen Podiumsplatz für Deutschland erkämpfen will. Wenn in den Vereinen nicht ein bessere Nachwuchsarbeit betrieben wird und die Kommunen nicht möglichst ganzjährig ausreichend Kunsteisflächen zur Verfügung stellen, dann dürfte ein deutscher Olympiasieg bei Männern und Frauen auf Sand gebaut sein.
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