Prost mit Pastis! – Shirley MacLaine als Süße in Schwarzweißfotografie, prickelnder Champagner und französische Felsenaustern, Weine und Küche im neuen Berliner Restaurant „Irma la Douce“

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Gediegen, goldig und doch modern: das Interieur im neuen Restaurant "Irma la Douce" in Berlin. Die Leuchten an den Wänden und Decken zaubern den Glanz der 20er Jahr des 19. Jahrhunderts in den Speisesaal. Die Tische, die zwischen Stühlen und Sitzbänken (alles aus Holz) stehen, sind klassisch weiß eingedeckt. © White Kitchen

Berlin, Deutschland (Weltexpress). Dass gut betuchte Gäste im neuen Berliner Restaurant „Irma la Douce“ festlich unter der IRMA-Uhr und den Leuchten aus den 20er Jahren des 19. Jahrhunderts speisen können, das glauben wir gerne und gaben uns im französischen Restaurant in der Potsdamer Straße Champagner und Austern, fulminante Weine zu famosen Speisen und Gesprächen über Shirley MacLaine hin.

Die am 24. April 1934 als Shirley MacLean Beaty in Richmond, im Staat Virginia, der wie so viele andere zu den Vereinigten Staaten von Amerika zwangsvereinigt wurde, Geborene wie Begabte wuchs in einer Künstlerfamilie auf. Ihr Vater war der Musiker Ira Beaty und ihre Mutter die Schauspiellehrerin und Schauspielerin Kathlyn MacLean und ihr Bruder Warren Beatty Schauspieler. Sie wurde Shirley eine Tänzerin, Autorin von Büchern und Schauspielerin. Weltberühmt wurde sie spätestens als Oscar-Preisträgerin. Den Academy Award of Merit erhielt sie für die weibliche Hauptrolle in dem Film „Terms of Endearment“ (deutsch „Zeit der Zärtlichkeit“). Auch in dem Film „Irma la Douce“ (deutsch „Das Mädchen Irma la Douce“) spielte sie die weibliche Hauptrolle, während Jack Lemmon als Nestor Patou alias Lord X die männliche Hauptrolle übernahm.

Hohe Decke und hoher Anspruch im Berliner Restaurant „Irma la Douce“. Dort leitet Michael Schulz die Küche wie zuletzt ein paar Häuser weiter im Restaurant „Golvet“. Schulz kochte zudem in den Restaurants „Rutz“ und „Vau“. © 2019, Foto: Fritz Hermann Köser, BU: Stefan Pribnow

Die Filmkomödie mit diesen beiden Hollywood-Größen wurde 1963 unter der Regie von Billy Wilder gedreht und basiert auf dem gleichnamigen Musical „Irma la Douce“ von Marguerite Monnot und Alexandre Breffort. Ein Foto einer Filmszene hängt unter Lampen im neuen Berliner Restaurant „Irma la Douce“. Lemmon ist nicht zu sehen, aber Shirley MacLaine. Die müht sich als Nutte in Paris, während Lemmon erst als Polizist, der sie festnimmt, um sie dann in der Kneipe Chez Moustache erneut zu treffen und en passant ihr Zuhälter zu werden. Am Ende wird er ihr Mann. Doch bis dahin muss sie als Lord X aus der Szene ziehen.

Französische Felsenaustern wurden am Montag, den 25. November 2019, im Berliner Restaurant „Irma la Douce“ in der Potsdamer Straße 102 aufgetischt. © 2019, Foto: Fritz Hermann Köser, BU: Stefan Pribnow

Was das alles und noch viel mehr mit dem Restaurant zu tun hat? Vielleicht sind es die französischen Felsenaustern und der Champagner, vielleicht auch die starken Stullen mit Rindertatar, wer weiß das schon so genau im Berliner „Irma la Douce“, wo Gäste – keine Frage – festlich speisen und kulinarisch nach Frankreich reisen können.

Michael Schulz, Jonathan Kartenberg und Sascha Hammer (v.l.n.r.) im Restaurant „Irma la Douce“ in der Potsdamer Straße in Berlin. © White Kitchen

Dafür sollen nicht nur Jonathan Kartenberg als Restaurantleiter sondern auch Sascha Hammer als Sommelier und Michael Schulz als Küchenchef sorgen. Kartenberg ist auch einer der Betreiber des Restaurant „Eins 44“ und um eine Erklärung nicht verlegen Die „verruchte Vergnügungsmeile“ mit Varieté, der Straßenstrich gleich um die Ecke, erklärt er. Darum habe man auch den Namen „Irma la Douce“ gewählt.

Rindertatar im Berliner Restaurant „Irma la Douce“ in der Potsdamer Straße. © 2019, Foto: Fritz Hermann Köser, BU: Stefan Pribnow

Das passt wie die französische Felsenauster mit Champagner zur Stulle mit Rindertatar. Toll auch die Entenleberterrine, mundgerecht die anrüchige Makrele mit Selleriepüree und Bete, über die eine frivole Fütze Früchtetee gegossen wird. Rauch, Schärfe, Erdigkeit und Frucht, wenn das nicht nach Pigalle in Paris schmeckt, was dann?!

Alle Achtung: Entenleberterrine. Toll! © 2019, Foto: Fritz Hermann Köser, BU: Stefan Pribnow

Gewagt auch der nächste Gang. Zwei Variationen einer Schwarzwurzel,. Das eine Mal glasiert und das andere Mal pochiert. Pinienkerne, Birnenessig und Trüffel motzen die Stangen, die auf dem Teller nicht stehen, sondern liegen, auf.

Mit „Makrele, Sellerie, Früchtetee und Bete“ ist dieser Gang überschrieben. © 2019, Foto: Fritz Hermann Köser, BU: Stefan Pribnow

Wieder wird gegossen: Hefesoße, ähnlich einer Sauce Hollandaise, nur viel fantastischer, ja, auch aromatischer. Bei den Soucen lässt sich Michael Schulz nicht lumpen. Wird es auch Luden lecker schmecken?

Schwarwurzel, Hefe, Pinienkerne, Birnenessig und Tüffel auf einem Teller im Berliner Restaurant „Irma la Douce“. © 2019, Foto: Fritz Hermann Köser, BU: Stefan Pribnow

Das Fleisch ist sowohl weich und rosig als auch fest, nur nicht am Knochen. Das hat was von dem Reh da draußen. Dieses muss mit Kürbis, Churros und einem Kerl wie mir klarkommen. Fragt sich, was fetter ist, der Kerl oder die Churros? Und was für Shirley MacLaine als Irma die Süße dazu sagen?!

Der Höhepunkt beim Hauptgang im Restaurant „Irma la Douce“: Reh, auch als runde Sache (Schulter), mit Kürbis, Churros und Ras el Hanout. © 2019, Foto: Fritz Hermann Köser, BU: Stefan Pribnow

Geiler Saucen-Spaß auch beim Dessert. Savarin mit Mango, Kamille und Honig. Das erinnert eher an die Fruchtige, nicht an die Süße.

Savarin, Mango, Kamille und Honig eiskalt wurde am Montag, den 25. November 2019, als Dessert im Berliner Restaurant „Irma la Douce“ serviert. Dazu wurde ein café noir gereicht. Köstlich! © 2019, Foto: Fritz Hermann Köser, BU: Stefan Pribnow

Ich sage beiden Prost mit einem Pastis!

Fotoreportage

Mehr Bilder zum Beitrag in der Fotoreportage: Festlich speisen und kulinarisch nach Frankreich reisen im neuen Berliner Restaurant „Irma la Douce“ von Fritz Hermann Köser.

Irma la Douce

Adresse: Potsdamer Str. 102, 10785 Berlin, Deutschland

Kontaktirma@irmaladouce.de

Heimatseite im Weltnetzhttps://irmaladouce.de

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