Präsident Assad will, dass IS-Terroristen in Syrien vor Gericht gestellt werden und alle Invasoren und Okkupatoren verschwinden

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Bashar al-Assad © Kremlin.ru

Berlin, Deutschland (Weltexpress). Die Assad-Regierung will jeden Winkel ihres einstigen Staatsgebietes zurückerobern. So und nicht anders teilte es Baschar al-Assad als Präsident Syriens vor ein paar Tagen auch der französischen Zeitung „Paris Match“ mit.

Dabei stehen ihm noch Türken, VS-Amerikaner im Wege, aber auch Franzosen. „Wenn die französischen Kräfte ohne Einladung der legitimen Regierung nach Syrien kommen, ist das eine Okkupation. Es gibt keinen großen Unterschied zwischen der Unterstützung des Terrorismus und der Entsendung der militärischen Kräfte zur Besetzung eines Landes“, sagte Assad, dessen Regierungstruppen mit Verbündeten rund zwei Drittel des syrischen Staatsgebiets kontrollieren. Richtig, Franzosen mischen im Krieg auf syrischem Staatsgebiet mit, aber auch die VS-Amerikaner sind weiter mittenmang dabei. Vergleich dazu auch den Artikel „Präsenz französischer Militärs in Syrien ist Okkupation – Assad“ in „Sputnik“ (28.11.2019).

Jan Jessen hält in „Cicero“ (29.11.2019) unter der Überschrift „Nordsyrien – Welcome back, USA!“ fest, dass das Pentagon vergangene Woche mitgeteilt habe, dass die „Streitkräfte der Koalition … den Kampf gegen den sogenannten Islamischen Staat (IS) wieder aufgenommen“ hätten. Doch laut Jessen „spielte nicht nur die Angst vor dem Wiedererstarken des IS eine Rolle“ oder der Schutz der „Ölquellen in der Provinz Hasakeh“. „Tatsächlich aber dürfte irgendwer im Pentagon dem außenpolitisch wie geografisch mit Blindheit geschlagenen Präsidenten klargemacht haben, dass ein Rückzug der US-Truppen dem Iran in die Hände spielen würde, dem Spieler im Syrien-Krieg, der bei den Entwicklungen im Norden nur wenig Beachtung findet.“

Doch schon die Ankündigungen und Vorbereitungen der Invasion der Türken hat die Assad-Regierung in Damaskus gestärkt. Hunderte während des türkischen Einmarsches geflohene IS-Soldaten sollen eingefangen und mit Tausenden von IS-Anhängern und Terroristen in Lagern wie Al-Hol im kurdischen Rojava Gefangenen vor syrische Gerichte.

In „Kleine Zeitung“ (27.11.2019) wird unter dem Titel „Assad will ausländische IS-Kämpfer vor Gericht stellen“ darauf hingewiesen, dass „jeder Terrorist in den Gebieten unter Kontrolle der syrischen Kräfte … dem syrischen Recht unterworfen werden“ wird, was „Assad dem französischen Magazin ‚Paris Match‘ in einem am Mittwoch veröffentlichten Interview“ mitteilte. Wo auch sonst, wenn nicht in Syrien und nach wessen Recht, wenn nicht nach syrischem sollen auch die rund 2.000 unter den 10.000 IS-Mitglieder, die aus fremden Staaten illegal nach Syrien einreisten, angeklagt werden?

IS-Anhänger, IS-Mitglieder und IS-Terroristen werden, wenn sie noch einen deutschen Pass haben, um einem Prozess in Syrien zu entgehen, auch von der Merkel-Regierung in die Bundesrepublik Deutschland geholt.

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