Wenn das Öl aus den Ohren rausläuft oder wenn der Ölpreis ins Negative fällt

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Förderung von Erdöl (Symbolbild). Quelle: Pixabay, Foto: Johannes Plenio

Frankfurt am Main, Deutschland (Weltexpress). Wahnsinn, aber wahr: der Ölpreis fällt, nein, nicht wieder negativ auf, sondern ins Negative. Der Preise für die Referenzsorte WTI der VSA zur Lieferung im Mai schloss am Montag bei minus 37,63 Dollar pro Barrel und somit boten Händlern Käufern erstmals Geld. Ein Barrel sind übrigens 159 Liter und 37,63 Dollar 34,65 Euro.

Über den unglaublichen Tag an der Börse in New York Citiy die „Zeit“ (20.4.2020) unter der Überschrift „Ölpreis stürzt erstmals ins Negative“ mit den Worten: „In New York durchbrach der Preis für einen Barrel (159 Liter) der Referenzsorte West Texas Intermediate (WTI) einen Negativrekord nach dem anderen: Er sank erst unter fünf, dann zwei, dann einen Dollar, rutschte schließlich unter Null und endete bei minus 37,63 Dollar.“

Ein Wunder ist der Preissturz nicht, denn ersten reisen wegen der Kontakt- und Ausgangssprerren immer weniger Menschen in diesen Tagen, Wochen und Monaten, außerdem sind die Lager bis unter den Rand voll. Wenn dann noch nach wie vor viel zu viel Öl aus der Erde geholt und auf den Markt gebracht wird, dann muss man sich nicht wundern.

In „Reuters“ (20.4.2020) wird unter der Überschrift „Preis für US-Öl fällt Rekordtief“ zudem darüber informiert, dass „in den vergangenen Wochen … die US-Bestände um knapp 20 Prozent“ gestiegen seien und „mit gut 500.000 Millionen Barrel auf dem höchsten Stand seit etwa drei Jahren“ liegen üwrden. „Das Rekordhoch von 2017 ist nur noch etwa 35.000 Millionen Barrel entfernt. Gleichzeitig werden immer mehr Tanker als schwimmende Lager genutzt. Insidern zufolge verdoppelte sich die dort geparkte Rohölmenge binnen zwei Wochen auf den Rekordwert von 160 Millionen Barrel. Experten schätzen, dass in ein bis zwei Monaten Tanks weltweit zum Überquellen gefüllt sein werden.“

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