Lewandowski trifft in gewohnter Manier und rettet Bayern München im Heimspiel einen Punkt gegen halbstarke Herthaner aus Berlin

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Kaiserklo als Heimspielstadion des FC Bayern München.
Das Kaiserklo an der Autobahn nach München ist Heimspielstadion des FC Bayern München. Quelle: Pixabay

München, Deutschland (Weltexpress). Der Deutscher Meister der Männerfußballer tat sich im ersten Spiel der neuen Saison sichtlich schwer. Am Ende rettete Robert Lewandowski dem FC Bayern München im mit 75.000 Zuschauern ausverkauften Stadion am Autobahnkreuz bei München mit seinem Tor vom Elfmeterpunkt ein Unentschieden, nachdem die erste Herrenmannschaft von Hertha BSC zur Halbzeitpause mit einer unerwarteten 2:1-Führung in die Kabine ging.

Herthas Neuzugang Dodi Lukebakio schoss unbedrängt auf das von Manuel Neuer gehütete Bayern-Tor, während vier Verteidiger um ihn herum standen und zuschauten, traf seinen Mitspieler Vedad Ibisevic, von dessen Rücken der Ball abprallte und also die Richtung änderte, um für Neuer unhaltbar ins Tor zu fliegen (36.). Zuvor brachte Mittelstürmer Lewandowski seine Elf verdient in Führung (24.). Die Spieler von Bayern-Trainer Niko Kovac hätten weitere Treffer erzielen können. Teilweise schnürten sie den Gast aus dem Berliner Westend ein wie sonst nur Domina und Dominus ihren Gast bei Fesselspielen.

Doch ohne die alten Herren Arjen Robben und Franck Ribéry bauten die Bayern bei München nicht die nötige Dominanz über 90 und mehr Minuten auf, die es braucht, um gegen Balltreter, die sich in der Bundesliga zwischen Baum und Borke befinden, zu besiegen. Zudem fehlte die Feinabstimmung, sodass vieles Ansehnlich mitunter sogar im Ansatz stecken bliebt wie die Adennenoffensive. Thomas Müller rieb sich mit seinem Mitspielern auf, wie manche Infanteriedivision. Streiche führte nicht zum Sieg, aber immerhin zum Elfmeterpfiff.

Darüber hinaus ging dem Deutschen Meister der Sprit nicht aus. Die Kraft reichte also, aber nicht zum Sieg. Während die Berliner mit zunehmender Spieldauer immer weniger nach vorne brachten, Ansehnliches überhaupt sehr selten, bemühten sich Joshua Kimmich und Konsorten.

Den zweiten Treffer von Tante Hertha erzielte Marko Grujic, der zuvor Benjamin Pavard köpfte, nachdem er den Ball von Ibisevic in den Strafraum serviert bekam (39.). Richtig, innerhalb von drei Minuten drehten die Berlin die Begegnung. Sie erzielten aus wenig Gelegenheiten zwei Tore, während manche Münchner ihre Möglichkeiten kläglich vergaben. Corentin Tolisso nutze eine große Chance (74.) genau so wenig wie Serge Gnabry (86.) und Lewandowski (90.+4).

Im Kampf um die Meisterschaft verlor München zwei Punkte, während Hertha BSC einen Punkt auf dem Weg in obere Mittelmaß der langweiligsten Liga der Welt gewann. Hertha-Trainer Ante Cović stellte während der Partie von 3-5-2 auf 4-3-3 um. Er stärkte damit sowohl seine Flüge und reduzierte damit wuchtige Wirkung über die Außenläufer, als auch seine Elf defensiver ein. Wer weiß, wie hoch die Bayern gewonnen hätten, wenn er seinen Fehler nach dem Rückstand nicht korrigiert hätte.

Zum Ende hin war bei den Berliner jedoch kaum noch Ordnung zu erkennen, aber die Abwehr hielt in der einseitigen Schlacht der letzten halben Stunde.

Mit zwei Toren und einem Punkt können die Herthaner zufrieden zurückreisen. Die Dummheit seines Innenverteidigers Grujic, der Lewandowski ein, zwei Schritte vorm Torraum einfach umreißt, was unnötig schien, sodass Schiedsrichter Harm Osmers nach Videobeweis Strafstoß geben konnte, musste bestraft werden.

Nach dem Spiel bestätigen Bayern-Verantwortliche zwei Neuzugänge. Philippe Coutinho von FC Barcelona wird ausgeliehen und den jetzt 20-jährigen Mikaël Cuisance von Borussia Mönchengladbach gekauft. Der brasilianische Nationalspieler und Gewinner der Copa América 2019 ist eine echte Verstärkungen, der französischen Junioren-Nationalspieler eine gute Investition in die Zukunft.

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