Glosse: Nächstes Mal Zyankali statt Nowitschok für die Hofberichterstatter, Hofnarren und Nawalny

Zyankali, genauer: Kaliumcyanid, ist das Kaliumsalz der Blausäure. Quelle: Wikimedia, CC BY-SA 3.0, Foto: morienus

Berlin, Deutschland (Weltexpress). Abgesehen vom alltäglichen Aftergang, den das sich Presse nennende Pack betreibt, damit vom allgemeinen Betrieb etwas abfällt, gibt es nicht nur Dünnes aus dem Dickdarm der mitunter auch Merkel-Deutschland genannten Berliner Republik, sondern durchaus auch Erbrechliches.

Das liegt daran, dass es einige Journalisten sogar über den Dünndarm hinaus nach oben geschafft haben. Ja, da ist die Luft dünn, aber nicht nur.

Denen da oben sei dieses gesagt, dass nämlich Wladimir Putin als Präsident genannter Kerl im Kreml doch ein echter Idiot sein müsse, denn wenn er Alexei Nawalny statt mit Nowitschok (wie dämlich) doch bloß mit Zyankali vergiftet hätte, dann wäre der sogenannte Kreml-Kritiker erstens tot und zweitens würde der Verdacht gestützt auf Miss Marple und Hercule Poirot wahlweise auf Frankreich und das Vereinigte Königreich fallen.

Die Hofberichterstatter und Hofnarren nicht nur deutscher Zunge würden mit ihren Fingern auf London und Paris tippen müssen, nicht auf Moskau.

Und steckt in Zyankali nicht genau der Zynismus, mit dem in diesen Weltstädten die Herren für ihre Reiche Geopolitik betreiben? Jedenfalls fängt beides mit Zy an und damit sollten die meisten Hofberichterstatter und Hofnarren schon etwas anfangen können.

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