Gegen die Wand gefahren und nicht auf Sicht – schweres akutes Atemwegssyndrom Coronavirus 2 gegen schwere Wirtschaftskrise abwägen!

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Nebel. Quelle: Pixabay, Foto: Epic Images Download

Berlin, Deutschland (Weltexpress). Dass Viren der Corona-Familie und insbesondere das mit schweres akutes Atemwegssyndrom Coronavirus 2 beziehungsweise schweres akutes respiratorisches Syndrom Coronavirus 2, abgekürzt SARS-CoV-2, benannte Wuhan-Virus nicht nur aus der VR China in deutsche Lande kommen, sondern auch aus dem Iran, das macht das Versagen der Merkel-Regierung deutlich, die die Grenzen nicht geschlossen hat.

Wenn Eindämmung, dann ganz schnell und richtig. Der Gedankenstrich mit dem Zusatz „oder gar nicht“ folgt mit Fragezeichen später.

Vorerst Prof. Dr. Christian Drosten, Leiter der Virologie an der Berliner Charité, der am Vormittag des 21.3.2020 „Eintragungen aus Quellregionen“ und auch „Virussequenzen aus dem Iran“, nicht nur aus Italien, nannte. Mit anderen Worten: Viren aus Italien und Iran wurden eingeschleppt, weil Grenzen nicht geschlossen werden.

Drosten teilt im werktäglichen Coronavirus-Update der ARD zum Thema „Die Wirksamkeit von Ausgangssperren“ zudem mit, dass es bald nicht mehr nur um lokal gehäufte Gruppen von Viren ginge. Schon jetzt gehe es darum, in der BRD zu sehen, ob es Veränderungen im Genom gebe und wenn ja, welche. Die Stabilität des Virus solle ermittelt werden und es müsse geschaut werden, ob sich an wichtigen Stellen Mutationen „eingeschlichen“ haben. Was diese Mutationen zu bedeuten haben, das sei ebenfalls wichtig zu wissen.

Immerhin gehört Drosten nicht zu den Deppen, die sich als solche bei der Schweinegrippe-Pandemie 2009 in Regierungen, Redaktionsstuben und auch im Robert-Koch-Institut offenbarten. Das, was damals stattfand, war in Politik, Presse und so weiter eine moralisches Schmierentheater und selbstverständlich monetär motiviert.

Drosten, der in den Medien oder bei Mächtigen ein gefragter Mann ist, scheint die Wirksamkeit von Ausgangssperren für „unklar“ zu halten und allen gleichermaßen mitzuteilen, was er wirklich denkt zur Debatte um Eindämmung und also Ausgangssperren.

Für Überwachen und Strafen in Bezug auf Testung von Infizierungen und Isolierung von positiv getesteten, die nicht zwangsläufig Infizierte sein müssen, aber fast überall so genannt werden, ist es nicht nur in der BRD längst zu spät. Zu spät ist es jedoch nicht, die Versager in Verantwortung zu nehmen.

Auf der anderern Seite sind diejenigen zu verstehen, die wie in Bayern einen Ausnahmezustand forderten und verhängten. Gefordert wird der auch für Berlin. Bei einem Blick in die Daten, ihre Richtigkeit vorausgesetzt, ist das verständlich, denn die Stadt an Havel und Spree kann kurzfristig keine Hand voll Betten auf einer Intensivstation der städtischen Krankenhäuser pro 100.000 Einwohner zu Verfügung stellen. In Brandenburg sieht das nicht besser aus. Auch der Rest der Republik ist nicht gerade gesegnet mit Intensivstationen, ausreichender Technik und ausreichend Personal.

Dennoch schränkt, wer das soziale, das öffentliche Leben eingrenzt, ganz gewaltig das wirtschaftliche Leben ein.

Wir im WELTEXPRESS wiesen früher als die meisten anderen Öffentlichkeitsarbeiter auf eine Pandemie hin. Und das gilt auch für den wirtschaftlichen Schaden. Wir haben zudem früh von einer Durchseuchung, ja, von Herdenimmunität geschrieben und von exponentiellen Kurven, die steil steigen, aber auch steil fallen würden. Wer auf Zeit spielt und also einen flachen Anstieg will wie Merkel und Minister, Mitglieder und Mandatsträger politischer Parteien, weil er weiß, dass das Gesundheitswesen, das von einem beachtlichen Bestandteil des Gemeinwesens zu einem Geschäftsmodell und Geldesel gewandelt wurde und zwar von denjenigen, die jetzt nicht Bock sondern Gärtner spielen, der muss auch einen flachen Abstieg in Kauf nehmen und der Herdenimmunität Haken schlagen. Das kann er machen, wenn die Chance auf eine Impfung groß ist, die allerdings flott erfolgen muss.

Doch die in der Öffentlichkeit verbreiteten Hoffnungsschimmer müssen schneller einkassiert werden, als den Lügen- und Lückenplauderern, die im Schaukampf in zu Schaubühnen verkommenen Parlamente oder vor jedem hingehaltenen Mikrofon Dampf und Mikroben ablassen, lieb ist. Nebenbei bemerkt: Lang lebe meine persönliche Mikrobenwolke. Hopp und Hallodries hingegen schüren Hoffnungen wie andere Aktienpakete, die im Lichte der Erkenntnis und also der Kritik platzen wie Seifenblasen.

Fakt ist, dass es noch keinen Impfstoff gibt, heute nicht und morgen nicht und übermorgen auch nicht. Fakt ist aber auch, dass wir mit dem Fall „Diamond Princess“ etwas besonderes haben. Eine geschlossene Population, worauf der John P. A. Ioannidis sowohl als Gesundheitswissenschaftler als auch Statistiker hinweist. Zwar mussten auch in deutschen Landen Millionen Studenten in Empirie und Statistik eine Prüfung ablegen, die im Grunde alle bestanden haben, doch offensichtlich haben sie herzlich wenig begriffen. Ihnen sei zu einer Runde beim Professor an der Stanford University geraten.

Die Sterberate auf dem Kreuzfahrtschiff lag bei einem Prozent. Punkt. Einer von hundert starb. Und die Leute auf dem Schiff waren überwiegend alt, sehr alt. Wenn man das für die VSA oder andere Staaten hochrechnet, dann kommt man zu verblüffenden Sterberaten etwas über einem Prozent, genauer: 0,125 % für die VSA, das ist auf 1.000 Personen gerade einmal eine und ein paar Zerquetsche. Allerdings merkt der  an, dass es die eine oder andere Unsicherheit gebe. Daher nimmt er eine großzügige Bandbreite von 0,05 % bis 1 % an. Somit stellt sich die Frage, wie schwer das schwere akute Atemwegssyndrom Coronavirus 2 wirklich ist.

Bei 0,05 % dürfte jeder Mann und jede Frau früher oder später begreifen, dass die polit-ökonomischen Entscheidungen in Berlin eine Katastrophe waren und zwar nicht wie immer eine ausbeuterische, sondern eine mörderische. Unter der Überschrift „Wenn der Elefant aus Angst vor der Katze die Klippe hinunterspringt“ beschreibt Gunter Frank in „Achgut“ (22.3.2020) diese wie folgt: „Es wäre, wie wenn ein frustrierter Elefant aus Angst, auf eine Hauskatze zu treffen, die Klippen hinunterspringt und stirbt.“

Richtig gelesen. Die Katze ist noch nicht einmal aus dem Sack.

Setzt man diese Erkenntnis noch in Relation zur Eindämmung mit dem Ziel einer flachen Kurve mit der Folge, dass verstärkt vor allem die Kronenträger unter den Kranke behandelt und die anderen weniger oder nicht behandelt werden und deswegen eher sterben, was allerdings nicht erfragt und also statistisch erfasst wird, dann darf vermutet werden, dass mehr Menschen an den Folgeschäden sterben (werden), als an diesem Virus.

Es sind die Folgeschäden der Handlungen vor allem von Regierungen. Die Folgen der Rezession und auch, dass Armut tötet, wurde im WELTEXPRESS oft genug beschrieben. Sie würden, je länger die Wirtschaft runter und an die Wand gefahren wird, wesentlich schlimmer werden. Denn selbst kärgliche Krümel vom klasse Kuchen des Kapitals fallen nicht mehr in die vielen offenen Hände und Münder.

Es gibt keine Evidenz genannte Gewissheit, dass Eindämmung, Ausgangssperren, Quarantänen und also nicht-pharmakologischen Interventionen wirklich zu einer Verringerung der Gesamtmortalität führen. Sie führen auf jeden Fall dazu, dass diejenigen in Politik und Presse, die für den Neoliberalismus, für den Abbau des Gesundheitswesens im Rahmen eines schlanken Staates und für den Shareholder-Value-Kapitalismus in besonderen Häufigkeit an den Orten bürgerlicher Öffentlichkeit hochgehaltenwerden, sich momentan beim Kleinbürger, der wie alle anderen auch ein guter Staatsbürger zu sein hat, weniger blamieren müssen.

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