Berlin, BRD (Weltexpress). Wer hätte das geglaubt. Die Eisbären stehen nach einem 4:1 (2:1,0:0,2:0)-Sieg und mit 15:6 Punkten aus sechs Spielen der Finalserie gegen die Kölner Haie im Endkampf der Deutschen Eishockeymeisterschaft 2025/26. Die Eisbären ziehen damit zum 15. Mal in das Finale ein. Elfmal konnten sie gewinnen. Folgt jetzt der zwölfte Hammer?

„Die Mannschaft ist gut vorbereitet und hat Unglaubliches geschafft“, freute sich Eisbären-Trainer Serge Aubin. Die Torschützen Jonas Müller und Frederik Tiffels ließen sich den Stolz ebenso nicht anmerken, wie Stocher-König Yannik Veilleux und Markus Vikingstad. Die beiden Letzteren trafen in die leer Kiste. Aber auch das muss erst einmal geschafft werden.

Zum Helden im Eisbären-Tor bäumte sich der 1,94 m große Keeper Jonas Stettmer auf.  Der Bayer hatte die Eisbären-Kiste als gebürtiger Straubinger ausgerechnet gegen die Tigers aus Straubing sauber gehalten. Gegen Köln kehrte zu nächst Meister-Torwart Jake Hildebrand zurück. Doch der Ami verletzte sich gleich wieder. Also musste Jonas erneut ran. Der lange Bayer zeigte keine Schwäche. Noch am Sonnabend  nach einer kurzen Reha versprach Jonas: „Ich werde mein Möglichsten tun.“

Wie er sein Versprechen genau auf jenem Eis umsetzte, auf dem am Sonntag noch die Platte für den Sieg der Handball-Füchse lag, vervollständigte zwei Glanztage der Spree-Athener am Rhein. Nach vier Siegen gegen den Vorrunden-König Köln konnte natürlich auch Stettmer seine Freude nicht verbergen: „Wir haben unglaublich gekämpft. Es war keine einfache Serie. Wir haben schlussendlich die Kleinigkeiten besser gemacht. Wir standen kompakter in der Defensive und haben zu den richtigen Zeitpunkten die Treffer erzielt. Wir haben zusammengehalten und uns nicht unterkriegen lassen. Gegen Mannheim wird es eine sehr harte und wahrscheinlich lange Serie. Wir werden alles geben. Mit uns ist zu rechnen.“

Das erste Spiel der Finalserie steigt am kommenden Freitag in Mannheim gegen die Adler. Am Sonntag (16.30 Uhr) geht es dann in der Berliner Arena rund. Nach einer schweren Saison mit bisweilen acht Verletzten kämpften sich die Eisbären vom Vorrunden-Platz sechs nach oben. Jetzt stürmten die Berliner sogar ins Finale. Da hat auch Trainer Serge Aubin seinen Optimismus wieder gefunden: „Meine Jungen haben bisher einen gute Job gemacht. Wir werden jetzt gegen Mannheim kämpfen.“ Vielleicht sogar um Titel Nummer zwölf, obwohl mit Korbinian Geibel, Blaine Byron, Patrick Chodorenko und Jake Hildbrand  starke Spieler verletzt fehlen.

Stimmen zum Spiel

Serge Aubin (Cheftrainer Eisbären Berlin): „Ich bin stolz auf meine Spieler. Die gesamte Serie gegen Köln war ein harter Kampf zweier sehr guter Teams. Wir wollten uns die heutige Gelegenheit, ins Finale einzuziehen, nicht entgehen lassen. Wir sind gut ins Spiel gestartet und waren von Beginn an bereit. Wir wussten, dass wir unser Spiel über die gesamten 60 Minuten durchziehen müssen, um die Partie zu gewinnen. Unser Penalty Killing hat heute einen herausragenden Job gemacht. Es war eine großartige Serie beider Mannschaften und ein Kampf um jeden Zentimeter.“  
 
Jonas Stettmer (Torhüter Eisbären Berlin): „Respekt an die Haie, sie haben unfassbar gutes Eishockey gespielt. Es war ein sehr intensives Spiel und ein hartes Stück Arbeit. Wir haben unglaublich gekämpft. Es war keine einfache Serie. Wir haben schlussendlich die Kleinigkeiten besser gemacht. Wir standen kompakter in der Defensive und haben zu den richtigen Zeitpunkten die Treffer erzielt. Wir haben zusammengehalten und uns nicht unterkriegen lassen. Gegen Mannheim wird es eine sehr harte und wahrscheinlich lange Serie. Wir werden alles geben. Mit uns ist zu rechnen.“

Daten zum Spiel

Ergebnis: Kölner Haie – Eisbären Berlin 1:4 (1:2, 0:0, 0:2)

Aufstellungen

Kölner Haie: Juvonen (Brückmann; Ancicka) – Austin, Kaski; Vittasmäki, Kemiläinen; Sennhenn, M. Müller; Münzenberger – Tuomie, MacLeod, Russell; Storm, Aubry, Bokk; Kammerer, Tyrväinen, Schnarr; van Calster, MacInnis, Niedenz – Trainer: Kari Jalonen

Eisbären Berlin: Stettmer (Neiße) – J. Müller, Wissmann (C); Smith, Reinke; Mik, Lancaster; Kretzschmar – Tiffels (A), Dea, Ronning; Noebels, Eder, Kirk; Veilleux (A), Vikingstad, Pföderl; Hördler, Wiederer, Nieleck – Trainer: Serge Aubin       

Tore
0:1 – 06:59 – J. Müller (Eder, Kirk) – EQ
0:2 – 09:24 – Tiffels (Dea, Ronning) – EQ
1:2 – 15:41 – Tuomie (Austin, Kaski) – EQ
1:3 – 58:46 – Veilleux (Tiffels, Stettmer) – EN
1:4 – 59:27 – Vikingstad (Wiederer) – EN

Anmerkung:

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