
Berlin, BRD (Weltexpress). „Zwölfter Sieg für zwölften Titel“! Die Schlagzeile lag schon parat. Das hat am Donnerstag aber nicht geklappt. Nach elf Siegen am Stück, rupften die Eisbären auch im zwölften Spiel bis drei Minuten vor Schluss kräftig am Federkleid der Mannheimer Adler. Doch plötzlich zeigten die Adler ihre Krallen, glichen den Vorsprung der Eisbären zum 3:3 aus und übernahmen das Kommando.
Bis in die 84. Spielminuten, also bis in die zweite Verlängerung, jagten die Eisbären nach dem Siegtor und damit nach dem zwölften Meistertitel. Doch denkste! In der 84. Minute – also in der zweiten Verlängerung – versenkte der Ami Luke Esposito die Scheibe zum 3:4 in der Eisbären-Kiste. Also mussten heute die Eisbären noch einmal ihre die Sachen packen und erneut nach Mannheim auf die Reise gehen.
Bei Eisbären-Trainer Serge Aubin war der Ärger schon wieder verflogen, als er uns am Sonnabend im alten Welli nach dem Training sagte: „So ist eben Eishockey. Du kannst dir vor keinem Spiel sicher sein, dass du das Kind schaukelst. Auch wenn wir nach elf Siegen am Stück gegen Mannheim und einer 3:0-Führung nach Spielen vorn lagen.“ Statt Weinschwere aus den Beinen zu schütteln, müssen die Eisbären am Sonntag vor 13600 Zuschauern in Mannheim erneut ran. „Die Niederlage vom Donnerstag ärgert uns, trotzdem haben wir das Spiel am Sonntag, nach meiner Ansicht, gut vorbereitet. Wir werden kämpfen, um den zwölften Meistertitel nach Berlin zu holen“, bleibt Aubin Optimist.
Das Finale am Donnerstag hat sich auch Eisbären-Kapitän Jonas Müller anders vorgestellt.. Der Topverteidiger musste sich in den letzten Tagen von Grießbrei ernähren. „Mich hat beim letzten Spiel gegen Mannheim ein Puck an der Oberlippe getroffen. Die Lippe wurde genäht. Beim Essen musste ich mich trotzdem vorsehen“, brummt Müller.
Trainer Aubin will offensichtlich nächste Woche nicht noch einmal nach Mannheim, wenn er sagt: „Wir haben uns auf das Spiel gut vorbereitet, deshalb sind wir nach meiner Meinung in der Lage, auch in Mannheim einen Sieg zu landen.“ Die Eisbären wollen in diesem Mai nicht mehr in die Pfalz.
Anmerkung:
Siehe die Beiträge
- Füchsen und Eisbären das Fell gegerbt von Manfred Hönel
- Adler Mannheim ließen sich erneut von Berliner Eisbären rupfen – Nur noch ein Sieg bis zur Titelverteidigung von Ansgar Eismann
- Ein erster Sieg, mehr nicht! – Berliner Eisbären gegen Adler in Mannheim 7:3 von Manfred Hönel
- Eisbären im Final-Rausch von Manfred Hönel
- Schmarrn und Schikanen bei der EHC Eisbären Management GmbH oder Heimspiele nur mit Hofberichterstattern? von Horst-Udo Schneyder
im WELTEXPRESS.
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