Die ewige Kriselei bei der Commerzbank

Das Logo der Commerzbank an einem Gebäude. Quelle: Pixabay, Foto: Ulrike Leone

Frankfurt am Main, Deutschland (Weltexpress). Bei vielen Banken läuft es nicht nur nicht gut, sondern sogar schlecht. Das gilt auch für die Commerzbank AG mit Sitz in Frankfurt am Main.

Laut „Reuters“ (5.8.2020) soll bei dieser Universalbank „im zweiten Quartal … der Gewinn um ein Fünftel auf 220 Millionen Euro“ eingebrochen sein. Unter der Überschrift „Corona-Krise und Chefsuche werfen Commerzbank zurück“ heißt es: „Dass es nicht noch schlimmer kam, verdankte die Commerzbank einem positiven Steuereffekt und gewinnbringenden Beteiligungen an Fintechs. Die schwer gebeutelte Aktie legte um gut vier Prozent auf 4,73 Euro zu.

Wegen der Corona-Krise schraubte die Commerzbank die Vorsorge für Kreditausfälle im zweiten Quartal auf 469 (Vorjahr: 178) Millionen Euro in die Höhe. Darin enthalten waren 175 Millionen Euro, die das Geldhaus auf einen Kredit an die insolvente Wirecard abschreiben musste.“

Wirecard fanden auch die Bosse der Commerzbank gut und nicht den Fehler. Unter dem Titel „Krise in Frankfurt:Was die Politik bei der Commerzbank falsch macht“ teilt Caspar Busse in „Süddeutsche Zeitung“ (5.8.2020) mit, dass „es ist ein Trauerspiel“ sei, „was da gerade bei Deutschlands zweitgrößtem börsennotierten Geldinstitut, der 150 Jahre alten Commerzbank“, ablaufe. Busse meint die Possen ums Personal, nicht um Penunzen. „Der amerikanische Finanzinvestor Cerberus, der an der Commerzbank maßgeblich beteiligt ist und für Unruhe sorgt, wollte die Personalie unbedingt verhindern, doch die Bundesregierung setzte sich am Ende durch.“ Finanzinvestor? Der Höllenhund der Bourgeoisie dient vor allem den Globalmilliardären in Übersee, nicht denen zwischen Ostsee und Bodensee.

Hier wird die Pleitewelle übers Land rauschen und Leute mit sich reißen. Doch leider ist auch in der BRD der Staat der des Kapitals. Beim Konzernumbau und beim Stellenbesetzen macht er es am Ende des Tages nicht besser.

Wer mehr als 15 Prozent der Commerzbank-Aktien hält und zwei der 20 Aufsichtsräte stellt, der muss sich mehr durchsetzen und auch die Interessen des Volkes. Von den Vertretern der Merkel-Regierung ist das offensichtlich nicht zu erwarten. Von Hans-Jörg Vetter als neuer Aufsichtsratschef der Commerzbank wird das Proletariat nicht profitieren, aber sicher das Lumpenproletariat, dass die Bourgeoisie zu Millionen in die BRD holt und holen lässt. Das wird dem BRD-Proletartiat noch schwer zu schaffen machen. Es wird im Hochproduktivitätsstaat BRD länger arbeiten und weniger verdienen müssen.

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