Daten-Leak in Deutschland – Putin war`s nicht, sondern ein Pennäler aus deutschen Landen

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Quelle: Pixabay, gemeinfrei, CC0 Public Domain

Berlin, Deutschland (Weltexpress). Nein, Putin war`s nicht, sondern ein Pennäler aus deutschen Landen. Ein junger Mann, der noch zur Schule gehe, sei bereits am Sonntag in Mittelhessen festgenommen worden.

Der 20-jährige solle noch bei seinen Eltern leben und zur Schule gehen. „Spiegel-Online“ zitiert einen Ermittler, der gegenüber dem „Spiegel“ gesagt haben soll: „Das ganze Ausmaß seiner Aktion war ihm offenbar gar nicht bewusst.“. Der Erwachsene ist im Kopf offensichtlich noch ein Kind.

Das BKA teilte heute mit, dass der Tatverdächtige ausgesagt habe und der „Heranwachsende“ wieder auf freien Fuß gesetzt wurde. Der junge Mann sei „nach dem Adventskalender-Prinzip“ vorgegangen und habe „vom 1. bis zum 24. Dezember jeweils einen Link zu einem Datenpaket gepostet mit täglichen Verlinkungen zu persönlichen Daten von Prominenten, Pressevertretern sowie ehemaligen und aktuellen Politikern, die auf Download-Servern hinterlegt wurden.

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) habe über 50 internationale Hoster gebeten, die Daten von „rund 1.000 Politiker und Prominente“ zu löschen.

In „Zeit-Online“ (7.1.2019) wird darauf hingeweisen, dass „nach Ansicht des Chaos Computer Clubs … der Täter unvorsichtig vorgegangen“ sie und „zu viele Informationen von sich preisgegeben“ habe. Mit anderen Worten: der Heranwachsende ist nicht nur postadoleszent, sondern auch noch für alle, die es besser können, peinlich.

Dass sich die Sicherheitsbehörden um eine umfängliche Löschung der Daten bemühen würden, das erklärte Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) heute in einer Pressekonferenz in Berlin.

„Wir wollen alles in Bewegung setzten, dass sich solche Fälle nicht wiederholen können“, erklärte Seehofer ferner und meinte, dass „die absolute Sicherheit in der Cybersicherheit nicht zu erreichen sei, aber „ein IT-Sicherheitsgesetzt 2.0 würden die Altparteien noch in diesem Jahr vorlegen wollen“.

BKA-Präsident Holger Münch erklärte zu einer vermuteten politischen Motivation des Täters, dass er sich noch zurückhalten wolle, aber er sehe „kein dominantes politisches Motiv“. Münch ergänzte, dass das Ausspähen von Daten ein Massendelikt sei, es aber bei diesem Daten-Leak keinen Hinweis auf weitere Täter gebe.

Seehofer zeigte sich überrascht, wie einfach die Leute bei der Wahl ihrer Passworter „gestrickt“ seien.

BSI-Präsident Arne Schönbohm erklärte, dass das BSI im vergangenen Jahr „16 Millionen Warnmails“ verschickt habe.

Cyberabwehrzentrum, BKA und BSI wolle Seehofers stärken, personell und finanziell besser ausstatten.

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