Aus der Wüsten-NATO wird wohl nichts – Anthony Zinni gibt sein Amt auf

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Kriegsflugzeuge der Vereinigten Staaten von Amerika über der einer Wüste aus Sand. © US Air Force

Washington, VSA; Berlin, Deutschland (Weltexpress). Anthony Zinni ist ein Ex-General der Vereinigten Staaten von Amerika (VSA). Im August 2017 wurde er vom mittlerweile Ex-Außenminister Rex Tillerson zu einem Gesandten ernannt, um eine Wüsten-NATO zu schmieden.

Der „ORF“ (8.1.2019) teilt unter Bezugnahme auf das VS-Außenministerium mit, dass „Zinni, der im Konflikt zwischen Saudi-Arabien und Katar vermitteln sollte, seinen Posten“ aufgab. „Seine Aufgabe sei es gewesen, eine Strategische Allianz im Nahen Osten ähnlich der NATO zu schmieden.“

Das wird auch in „Zeit-Online“ (8.1.2019) bestätigt, in der es heißt: „Seine Aufgabe sei es gewesen, eine Strategische Allianz im Nahen Osten ähnlich der Nato zu schmieden.“

Doch die VSA wird längst nicht mehr als Vermittlerin zwischen den Interessen arabischer Staaten, die sich in den Haaren liegen, angesehen, wie auch, wenn sie im Krieg stehen. In Bezug auf „CBS“ teilt der „ORF“ ferner mit, dass Zinni „bei den politisch Verantwortlichen in der Region keine Bereitschaft vorgefunden, eine Vermittlungsrolle“ der VSA hinzunehmen. Zudem „habe er den Eindruck gehabt, dass andere Vertreter“ der Trump-Regierung „bereits mit den Sondierungen zur Bildung der Strategischen Allianz befasst gewesen seien“.

Wohl wahr, Geopolitik betreiben in Washington viele, nicht nur das Außenministerium und das Weiße Haus.

Doch den führenden Köpfen in Washington dürfte klar sein, dass Katar mehr oder weniger mit dem Iran kann.

Deswegen dürfte sich Mike Pompeo, der als amtierender VS-Außenminister derzeit eine Allianz gegen die iranische Führung in Teheran, zu der Saudi-Arabien, Bahrain, die Vereinigten Arabischen Emirate und Ägypten gehören sollen, schmiedet, auch damit nicht nur gegen den Iran stellen, sondern auch gegen Katar. Und selbstverständlich auch gegen Syrien und am Ende auch gegen dessen Verbündeten Russland. Außerdem war auch China in den vergangenen Jahren stets ein guter Partner des Iran.

Während europäische Großbanken Sanktionen durch die VSA fürchten und sich Unternehmen aus Westeuropa aus Angst vor Washington zurückziehen, wickelt China seine Geschäfte mit dem Iran über sein eigenes Bankensystem abwickeln und zwar in der chinesischen Währung. Weder Moskau noch Peking dürften an einer Wüsten-NATO Interesse haben und dieses Projekt zu torpedieren wissen.

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