CENTCOM zwitschert: Pentagon stationiert Raptoren in Katar – Bekommt der Iran bald das Luftverteidigungssystem S-400?

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Raptoren im Anflug. Quelle: Pixabay, Foto: skeeze

Berlin, Deutschland (Weltexpress). CENTCOM ist das United States Central Command, also das Zentralkommando der Vereinigten Staaten von Amerika (VSA), dessen dafür vorgesehenen Mitarbeiter zwitscher wie ihr Oberbefehlshaber. Auf Twitter teilten die Kommandierer vom CENTCOM, die für für den Nahen Osten, Ost-Afrika und Zentral-Asien zuständig sind, mit, dass man erstmals F-22-Jäger in Katar und also auf der Halbinsel im Persischen Golf stationiert habe.

Unter der Überschrift „Pentagon deploys Raptors to Qatar amid Iran tensions“ heißt es in „Stars and Stripes“ (28.6.2019), dass die Jagdflugzeuge auf dem Militärflugplatz Al Udeid Air Base gelandet seien, auf der rund 10.000 GIs stationiert seien sowie „ein Teil der B-52-Einsatzgruppe“.

Nein, (Frieden-)Tauben sind das nicht, sie dienen „to defend American forces and interests“. Da kennen die zwitschernden Vögel vom CENTCOM nichts, da twittern sie die Wahrheit.

Die lautet aber auch, dass die Russische Föderation laut „Sputnik“ (29.6.2019) bereit sei, „den Iran mit Flugabwehrraketensystemen S-400 zu beliefern“. Der Pressedienst des Föderalen Dienstes für militärtechnische Zusammenarbeit teilte mit, dass er „offen für Verhandlungen über die Lieferung von S-400 Triumph“ sei.

Im Grunde genommen müssen die Entscheider im Iran nur noch bestellen und bezahlen, dann könne umgehend geliefert werden. Diese Information steht im Widerspruch zur Mitteilung der Nachrichtenagentur Bloomberg, die „unter Berufung auf Quellen“ meldete, dass Russland ein iranisches Gesuch um den Kauf der Raketensysteme vom Typ S-400 abgelehnt haben soll.

Das war wohl eine Zeitungsente.

Das, was diesbezüglich in russischen Zeitungen steht, dürfte wohl näher an der Wahrheit liegen. Und wenn das mobile allwettertaugliche Langstrecken-Boden-Luft-Raketen-System S-400 Triumph (russisch С-400 Триумф) zur Bekämpfung von Kampfflugzeugen und Marschflugkörpern sowie ballistischen Kurz- und Mittelstreckenraketen in allen Flughöhen in ausreichender Menge und am richtigen Standort im Iran einsatzbereit ist, dann würde das die militärische Lage entscheidend ändern.

Das Luftverteidigungssystem der Russen dürfte nicht nur in der Volksrepublik China und in Indien sowie in der Türkei ein bewährtes Mittel zum Zwecke der Luftverteidigung sein, sondern bald auch im Iran, oder? Wenn, dann, so dürften manche Iraner schon heute frohlocken, könnten die Raptoren und Raketen der VSA kommen.

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