Wolle Schuldpapiere kaufe? – Mit Christine Lagarde als Nachfolgerin von Mario Draghi kommen die Deutschen, die noch Vermögen haben, vom Regen in die Traufe

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Schräg ist nicht nur das Gebäude der EZB in Frankfurt am Main. © 2016, Münzenberg Medien, Foto: Stefan Pribnow

Berlin, Deutschland (Weltexpress). Hand aufs Herz und raus mit der Sprache, dass die Europäische Zentralbank (EZB) nichts weiter ist als der letzte Garant der bis über beide Ohren überschuldeter Staaten der Europäischen Union (EU). Nein, die Rede ist nicht nur von den PIIGS-Staaten.

Mario Draghi, der Italiener, dessen Staat nach Griechenland am höchsten verschuldet ist und dessen Regierung aus Ministern, Mitgliedern und Mandatsträgern der Fünf-Sterne-Bewegung und der Lega (Nord) besteht, die weiter Schulden machen wollen wie bisher, im Grunde sogar noch viel mehr, um die Sozialausgaben erhöhen und die Steuern senken zu können, führte die EZB bisher als guter Landsmann der geldgierigen Pleitiers, dem das Hemd näher ist als der Rock. Er lies die EZB Schuldpapier der Regierung in Rom abkaufen und finanzierte auf diese Weise deren Ausgaben.

Mal ehrlich, wer will schon Schuldpapiere von Italienern? Richtig, niemand, weil die Italiener sie nie und nimmer zurückzahlen können. Doch solange andere dafür haften, kauft im Notfall die EZB. Am Ende haften die doofen Deutschen und noch ein paar andere, weil die Mitglieder und Mandatsträger der Altparteien das so wollen.

Wenn nun mit Christine Lagarde eine Französin, deren Regierung in Paris so klamm ist wie die in Rom, und Ex-Finanzministerin von geldpolitische Ahnungslosigkeit, die ihresgleichen sucht, auf den höchsten Posten der angeblich unabhängigen EZB gehoben wird, dann geraten die Deutschen vom Regen in die Traufe.

Für diese bekommt das Desaster das Gesicht des kommenden Konkurses, der von den Franzosen ausgehen wird, nicht von den Italienern. Denn künftig werden sich nicht nur die Portugiesen, Iren, Italiener, Griechen und Spanier bedienen, die zu den PIIGS-Staaten zählen, sondern mehr denn je die hoch verschuldeten Belgier und Franzosen, bis der Ofen der Giralgeldschöpfung der EZB aus ist. Dann ist Schicht im Schacht. Und für die im Stollen des (Finanz-)Kapitalismus, also für die meisten, geht das Licht aus.

Das weiter so wird alles noch viel schlimmer werden lassen. Die Regierungen in Wien und Berlin haben offensichtlich nicht mehr das Wohl der Deutschen in beiden Staaten im Blick oder sind zu schwach ein Ende mit überschaubarem Schrecken.

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