Wissenschaftstag der Oberpfalz demonstriert Bayerns „Gateway“-Kompetenz

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Prof. Dr. Martin Faulstich, Vorsitzender des Sachverständigenrates der Bundesregierung, kam in seinem key-note-Vortrag auf die Ressourcen-Knappheit und die Notwendigkeiten zur globalen Kooperation bei der Wirtschaftsentwicklung und der dabei zu beachtenden Umweltschonung zu sprechen: „Schrittweise Entwicklungen vorhandener Konzepte und Mut zur Erprobung völlig neuer Techniken sind die Herausforderungen der Zukunft, denen wir uns stellen müssen.“ In den speziellen Podien zu den ausgewählten Themenbereichen wurde aktuell und angeregt diskutiert: Das „Automation Valley“ Oberpfalz zeigte sich mit seinen Entwicklungen zur Fahrzeugautomation (Prof.Dr.Schmidt und Prof.Dr.Höß, HAW), Software-Entwicklung bei der automatischen Gesichtsdetektion (T.Ruf, Fraunhofer IIS) und bei der „Totally Integrated Automation“ (U.-A.Ruttkamp, Siemens AG) ebenso auf der Kompetenzhöhe der Zeit wie mit den Themenstellungen „Steigerung der Energieeffizienz“ – Energieeffizienz versus betrieblicher Umweltschutz (Prof. Dr. Brautsch, HAW), Virtuelle dezentrale Kraftwerke (A.Bentz, T-Systems), Abwärmenutzung durch mobile Wärmespeichersysteme (G.Dimaczek, ATZ) – und „Wasseraufbereitung“ – Energieeffizientere Kläranlagen (Prof. Dr. Bischof, HAW), Intelligente Brauchwasseraufbereitung (Prof.Dr.Delgado, Universität Erlangen-Nürnberg) – sowie „Standortvorteile der GATEWAY-Region“, die beispielhaft von Prof.Jilková von der Wirtschaftsuniversität Prag dargestellt wurden. Prof. Dr. Erich Bauer, Präsident der seit fünfzehn Jahren in Amberg und Weiden ansässigen Hochschule mit sechzehn technischen und wirtschaftlichen Schwerpunkten (2.500 Studierende) hatte als Gastgeber gemeinsam mit dem Amberger Oberbürgermeister Wolfgang Dandorfer die Chancen der Metropolregion dargestellt, die sie für Wirtschaft und Wissenschaft in den vorhandenen zehn Clustern ihrer industriellen Aktivitäten bieten kann. Die ehemals auf Bergbau, Porzellan und Glas spezialisierte Region hat ihre Kompetenzen erfolgreich vielfältig ausgeweitet und ist heute neben der Stuttgarter Region die zweite „Zentrale“ weltmarktführender Unternehmen in Deutschland. Hier „spielt die Musik“ der innovativen technischen Entwicklung – diesen Eindruck nimmt man jedenfalls von dem 3. Wissenschaftstag der Europäischen Metropolregion Nürnberg 2009, Forum Wissenschaft, in Amberg mit. Kaum würde einen wundern, wenn in absehbarer Zeit hier auf der Strecke – über Kiew und Prag kommend und weiter über Nürnberg und Stuttgart zum Atlantik fahrend – der Cargo-Transrapid entlangsaust, als Hochgeschwindigkeitszug natürlich in den zu verbindenden Clusterregionen haltend, wie z.B. in der Oberpfalz.

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