Weiterbau von Nord Stream 2 – Die Russen helfen den Deutschen

Die Akademik Cherskiy im Hafen von Mukran. © Foto: Dr. Peer Schmidt-Walther

Berlin, Deutschland (Weltexpress). Weiterbau! In mehrere Medien wird übereinstimmend berichtet, dass das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) … bestätigt habe, „einen Weiterbau der Gaspipeline Nord Stream 2 im deutschen Gewässer für Dezember genehmigt zu haben“. Das wurde aber auch Zeit, nachdem sich Mitglieder und Mandatsträger der Altparteien CDU, CSU und SPD bereits als antideutsch und Atlantiker erwiesen, die wie üblich gegen Russen bis ran an den Straftatbestand der Volksverhetzung agitieren.

In „Sputnik“ (1.12.2020) wird unter der Überschrift „Nord Stream 2: Deutschland genehmigt weitere Rohrverlegung bis Jahresende“ mitgeteilt, dass das BSH zudem einen „Antrag für die Arbeiten von Januar bis April 2021“ bearbeiten werde, „wie die Pressestelle des Amtes am Dienstag mitteilte“. „Laut der Sprecherin Merle Mansfeld könnte die Verlegung der Rohrleitungen am 5. Dezember wieder aufgenommen werden. Sie merkte auch an, dass nach BSH-Angaben das Schiff ‚Akademik Cherskiy‘ die Verlegungsarbeiten durchführen“ werde. Mit anderen Worten: Die Russen helfen mit ihrem Rohrverlegerschiff, das auch Akademik Tscherski geschrieben wird und 2015 auf der Jiangsu Hantong Ship Heavy Industry Co Ltd gebaut wurde, den Deutschen.

Die Akademik Cherskiy im Hafen von Mukran. © Foto: Dr. Peer Schmidt-Walther

In einer Pressemitteilung der Fraktion Die Linke im Deutschen Bundestag vom 30.11.2020 wird Klaus Ernst zum Weiterbau an Nord Stream 2 wie folgt zitiert: „Ich begrüße, dass der Bau der Pipeline Nord Stream 2 nun fortgesetzt werden soll. Das zeigt, dass sich die meisten beteiligten Unternehmen von den USA nicht einschüchtern lassen. Allerdings wirken die US-Sanktionsdrohungen teilweise doch, wie man am Rückzug des Zertifizierers DNV GL sehen kann. Auch, dass es einer Stiftung des Landes Mecklenburg-Vorpommern bedarf, um die Fertigstellung eines nach deutschem und europäischem Recht legalen Projektes zu sichern, macht deutlich, dass die EU schärfere Instrumente benötigt, um sich effektiv gegen die Einmischung der USA in unsere Energiepolitik zu wehren…

Wir brauchen diese Pipeline. Durch ihre Ablehnung des Projektes machen sich die Grünen mitverantwortlich für steigende Gaspreise und für mehr Importe schädlichen Fracking-Gases aus den USA. Beides würde passieren, wenn Nord Stream 2 nicht fertiggestellt würde.“

Richtig, nicht nur Christen und Sozen haben Antideutsche und Atlantiker in ihren Reihen, sondern auch Kleinbürgergrüne und Besserverdienende der Parteien Bündnis 90/Die Grünen und FDP zählen dazu.