Washington warnt Damaskus, Trump droht Assad

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Der Präsident der USA hat im Weißen Haus in Washington seinen Amtssitz.
Das Weiße Haus in Washington. Quelle: Pixabay

Washington, USA; Damaskus, Syrien (Weltexpress). Aus dem Weißen Haus werden mittlerweile täglich Drohungen Richtung Damaskus ausgestoßen. „Wenn Präsident Baschar al-Assad wieder chemische Waffen einsetzt, werden die USA und ihre Verbündeten schnell und angemessen antworten“, erklärte Sarah Sanders, Sprecherin des US-amerikanischen Präsidenten Donald Trump, am Dienstag. Die Vereinigten Staaten von Amerika (USA) würden die Lage in der syrischen Provinz Idlib aufmerksam verfolgen.

US-Präsident Donald Trump warnt Syrien, Russland und Iran vor Rückeroberung der Dschihadistenhochburg Idlib und zwar über Twitter. Die Warnungen aus Washingtn, auch von anderen Personen sowohl aus dem politischen Spektrum als auch aus dem militärisch-industriellen Komplex, werden häufiger und lauter.

Das hat seinen Grund in den beinahe abgeschlossenene Vorbereitungen für die Rückeroberung der fast gänzlich von Dschihadisten besetzten Provinz Idlib durch die syrische Armee mit Unterstützung der Russischen Föderation und des islamischen Republik Iran.

Moskau hat an der Küste Syriens über zwei Dutzend Kriegsschiffe auffahren lassen. In „Spiegel-Online“ (4.9.2018) wird auf die umstrittene „syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte“ verwiesen, die laut „Spiegel-Online“ angebe, dass „am Dienstagmorgen russische Kriegsflugzeuge etwa 45 Luftangriffe über weite Teile der Provinz geflogen“ hätten. „Dabei seien mindestens zwölf Menschen getötet und 30 verletzt worden.“ In der Tat bereiten russische Fliegerkräfte derzeit die Offensive am Boden durch Luftangriffe vor.

Am Himmel über Syrien sollen allerdings auch wieder israelische Kampfjets aufgetaucht sein und mehrere Raketen auf Ziele nahe der Stadt Hama abgefeuert haben.

US-Syriengesandte James Jeffrey sei laut „Spiegel-Online“ in die Türkei gereist. Dort würden die Türken mit den Russen und Iranern am Freitag über den Krieg in Syrien sprechen. Von dem Gespräch könnte die Art und Weise der Rückeroberung der Provinz Idlib abhängen.

Die Assad-Regierung befürchtet einen von Dschihadisten provozierten Giftgaseinsatz, der von der Supermacht USA Syrien in die Schuhe geschoben werden würde, um erneute Angriffer der USA und ihrer Vasallen zu rechtfertigen. Drohungen dieser Art sprach US-Präsident Trump mehrfach in Richtung Assad aus, den er nach Enthüllungen des US-amerikanischen Journalisten Bob Woodward habe umbringen lassen wollen.

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