Freitag, 29. Mai 2026
Politik Diskrepanzen – Wort und Tat bei Papst Leo XIV.

Diskrepanzen – Wort und Tat bei Papst Leo XIV.

Papst Leo. © Vatikan News

Berlin, BRD (Weltexpress). In seiner Enzyklika MAGNIFICA HUMANITAS thematisiert Papst Leo XIV., dass die letzten sechzig Jahre trotz aller Friedenswünsche und -erklärungen von Konflikten mit frappierender Grausamkeit geprägt gewesen sind und betont, dass Krieg eine extrema ratio bleiben sollte, der strengen ethischen und rechtlichen Grenzen unterliegen und sich in jedem Fall innerhalb eines auf Frieden ausgerichteten politischen Horizonts bewegen sollte. Er lässt kaum eine Frage aus, führt das Wachstum der Rüstungsindustrie, die enge Verbindung zwischen wirtschaftlichen Interessen, politischen Entscheidungen und Militärapparat, den Konflikt als Quelle von Macht und Profit an, die Einbeziehung der KI, Cyberangriffe, den Atomwaffenverbotsvertrags, die Krise des multilateralen Systems, dass die für Kriegsverbrechen zuständigen Gerichte umgangen oder geschwächt werden bis zur Forderung, „um menschlich zu bleiben, müsse wir unser Zögern ablegen und Stellung beziehen“.

Nun ist es aber so, dass sich bei der Verfolgung der Haltung dieses Papstes frappierende Diskrepanzen zwischen seinen Worten und der tatsächlichen Haltung zeigen. In der angesprochenen Missachtung der internationalen Institutionen ist gerade er es, der zu Israels Völkermord in Gaza sich bisher darauf beschränkt, einen Waffenstillstand zu fordern. Am 22. September äußerte er in „Vatikan News“ zur „schrecklichen“ Situation in Gaza, dass wir der gegenüber „nicht abstumpfen dürfen“ wandte aber ein, der Heilige Stuhl sei derzeit nicht der Ansicht, „dass man eine Erklärung zur Definition von Genozid abgeben könne“. Die Definition sei „ sehr technisch, und offiziell sieht der Heilige Stuhl derzeit „keinen Grund für eine Stellungnahme“. Damit stellt sich das Oberhaupt von weltweit 1,4 Millionen Katholiken gegen die vom  Internationalen Strafgerichtshof der EU erlassenen  Haftbefehle gegen den israelischen Premier Netanjahu und  Ex-Verteidigungsminister Gallant  unter anderem wegen Völkermord und mutmaßlicher Kriegsverbrechen.

Leo XIV. interessiert auch nicht, dass die heutige NAT0  vor den Grenzen Russlands steht, ganz zu schweigen davon, dass er deren Auflösung nicht für erforderlich hält. Dabei ist deren Ausweitung auf die Ukraine die eigentliche Ursache des Eingreifens Russlands. Die Ukraine wird seit 2014 unter aktiver Teilnahme von Neofaschisten regiert, dort wird die 2. Panzerdivision der SS „Das Reich“ , die schrecklichste Verbrecherorganisation der Nazis im Zweiten Weltkrieg, verehrt. Das bekannte faschistische »Asow«-Regiment zählt ungefähr 100.000 Kämpfer. Der Truppenteil erklärte offen, sein Ziel sei „der Schutz der weißen Rasse“ durch die Schaffung eines Systems der „antidemokratischen und antikapitalistischen Nationalkratie“  und die Ausrottung des „internationalen zionistischen Spekulationskapitals “. Präsident Wolodimir Zelenskij persönlich ehrte den  Asow-Kommandanten für „sein „Heldentum“ bei der Verteidigung von Mariupol. Während Leo XIV. Russlands Krieg als eine »echte Invasion«, die imperialistischer Natur sei und bei der Russland versuche, aus Machtgründen »Territorium zu erobern« bezeichnete, wurde nichts bekannt, dass er bei der 2maligen Privataudienz für den ukrainischen Präsidenten diese Fragen angesprochen hätte, er dagegen offen Partei für ihn ergriff.

In seiner Enzyklika hatte der Papst gemahnt, auf die „Macht der Worte“, die „gewaltig“ ist , zu achten, da sie „zum Guten oder zum Schlechten“ verändern können. Werfen wir einen Blick auf jene, die zum Schlechten führen. Da fällt ins Auge, dass seitens des Nuntius (Botschafters) des Vatikans bei der Uno, es keine Einwände gegen die Berufung der früheren Außenministerin der BRD, Annalena Baerbock, als UN-Präsidentin gab, obwohl diese öffentlich den Endkampf ihres Großvaters in Hitlers Wehrmacht gegen die heranrückende Rote Armee als „wertvollen Beitrag für ein geeintes Europa“ gelobt hatte. Der Vatikan nimmt auch unerwidert hin, wie in dieser BRD wieder „Russenhass“ verbreitet wird, so wenn beispielsweise durch die ZDF-Journalistin Anna Loll, die vor laufender Kamera  die prorussischen Bewohner des Donbass als »Untermenschen« bezeichnete, was dann in den sozialen Netzwerken verbreitet wurde. Der Vatikan tut auch nichts dagegen, dass chauvinistische Pervertierung um sich greift, so, wenn die Münchner Politikwissenschaftlerin Florence Gaub in einer »Markus Lanz«-Talkshow erklärte: »Ich glaube, wir dürfen nicht vergessen, dass, auch wenn Russen europäisch aussehen, es keine Europäer im kulturellen Sinne« sind.

Das zeugt, so die renommierte Journalistin Susann Witt Stahl davon, dass „einst in den finstersten Tiefen der Kollektivpsyche abgelagerte, aber nie überwundene nazistische Ideologeme im gegenwärtigen deutschen Zustand der durch das Bündnis der NATO mit dem ukrainischen Faschismus forcierten Verhetzung der Gesellschaft wieder zurück ins Bewusstsein finden, wogegen seitens der „Vatikan News“, die täglich sich zu allen möglichen Fragen zu Wort melden, dazu nichts zu finden ist.

Die Fragen können auf eine Vielzahl der von Leo XIV. angesprochenen Probleme ausgedehnt werden, so auch, dass eine eindeutige Verurteilung des US-Israelischen völkerrechtswidrigen Angriffs auf den Iran fehlt, ebenso die Unterstützung Israels durch massive Waffenlieferungen, an denen Italien beteiligt ist, nicht erfolgt.

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