Berlin, BRD (Weltexpress). Kuba leidet schwer unter der Blockade der USA, berichtet der kubanische Politiker und Schriftsteller Abel Prieto Jiménez 1 aus dem „Haus der Amerikaner“ in Havanna und wendet sich mit einer Botschaft an die vielen würdigen Menschen, die Kuba verteidigen, die sich in diesen schwierigen Zeiten für uns, die so gefährlich für unser Volk sind, um sie für die weitere Verteidigung Kubas zu mobilisieren. In dem Aufruf, den das kommunistische Magazin „Contropiano“ am 29. Mai 2026 veröffentlicht, verweist er darauf, dass Außenminister Bruno Rodríguez Parrilla dazu vor dem Sicherheitsrat der Vereinten Nationen gesprochen und dieses Thema ausführlich behandelt habe. Ich empfehle allen Interessierten, diese bemerkenswerte Rede zu lesen, die in allen kubanischen Zeitungen abgedruckt ist.
Darin findet sich eine erschreckende Zusammenfassung der „Tragödie, die unser Volk erlebt, und der zahlreichen Verstöße gegen das Völkerrecht, der zahlreichen Regeln, die die Trump-Regierung mit dieser Ölblockade bricht, die einer mittelalterlichen Bestrafung gleichkommt, vergleichbar mit einer Seeblockade gegen Kuba“. Durch den Plan, die kubanische Gesellschaft zu ersticken, wird „eine Kollektivstrafe gegen unser gesamtes Volk verhängt. Das belegen auch wahrhaft erschütternde Statistiken. Die Säuglingssterblichkeit, die vor dieser schwierigen Zeit zu unseren Erfolgen zählte – 4 Kinder pro 1.000 Lebendgeburten –, ist nun auf 9,2 pro 1.000 Lebendgeburten angestiegen. Die Zahl der Kinder, die nach der Geburt sterben, hat sich verdoppelt. Das ist sehr schmerzlich, sehr bitter für uns.
Unsere Ärzte und Krankenschwestern vollbringen täglich wahre Meisterleistungen, um Leben zu retten – oft ohne Medikamente und häufig ohne Strom.“ Prieto Jiménez erwähnt eine Szene, die in den sozialen Medien kursiert und einen Operationssaal und Ärzte zeigt, die mit den Taschenlampen ihrer Handys den Raum ausleuchten, damit die Operation durchgeführt werden kann.
Zehntausende Kubaner warten auf eine Operation, bis die verschiedenen Krankenhäuser über ausreichende Voraussetzungen für die Durchführung des Eingriffs verfügen.
Kuba verfügt über eine kostenlose und universelle Medizin von höchster Qualität, die sowohl in Kuba als auch außerhalb Kubas erprobt und verbreitet wurde.
Prieto Jiménez verweist auf die jüngste groteske und beleidigende Initiative der Trump-Administration, die versucht, Armeegeneral Raúl Castro für ein Ereignis zu verfolgen, das vor dreißig Jahren stattfand und für das in Wirklichkeit die gesamte Verantwortung bei der damaligen US-Regierung liegt.2
Doch die Reaktion unseres Volkes war äußerst entschieden. In allen Provinzen fanden Protets-Demonstrationen dagegen statt.
Der 1. Mai selbst war ein außergewöhnlicher Moment, ein Zeichen großer Unterstützung für die Revolution. Und im Vorfeld des 1. Mai fand ein von der kubanischen Zivilgesellschaft initiierter Prozess namens „Mi Firma por la Patria“ (Meine Unterschrift für das Vaterland) statt.
Mehr als 6,3 Millionen erwachsene Kubaner haben die Erklärung unterzeichnet, in der sie sich verpflichten, die Revolution, unsere Arbeit und das Werk von Fidel und Raúl zu verteidigen.
Wie Díaz-Canel schon oft gesagt hat: Kuba ist ein friedliebendes Volk, aber wenn sie uns angreifen, wird es Kämpfe geben, und das Wort Kapitulation existiert für uns nicht.
Der Aufruf endet mit den Worten: „Helft uns, zu mobilisieren, helft uns, die Wahrheit über Kuba zu verteidigen, helft uns, diese Verbrechen anzuprangern.“
Anmerkung:
1 Abel Prieto Jiménez ist ein kubanischer Politiker und Schriftsteller. Er war von 1997 bis 2012 Kulturminister Kubas. Zwischen Juli 2016 und Juli 2018 war er es erneut. Dazwischen war er von März 2012 bis Juli 2016 Berater des kubanischen Präsidenten Raúl Castro. Seit dem 4. September 2018 ist er Direktor des Büros des Martí-Programms. Er ist Abgeordneter des kubanischen Parlaments.
2 Kuba hat damals zwei US-amerikanische Zivilflugzeuge „Cessnas“ der Organisation „Brothers to the Rescue“, die aus Miami kommend kubanische Flüchtlingre retten wollten über Kuba abgeschossen. Ganz offensichtlich plant Trump damit ein Szenario ähnlich dem der Entführung des venezuelanischen Präsidenten Maduro in die USA.
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