Starker Stellenabbau bei der Deutschen Bank – Dunkle Wolken über Bankfurt

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Hochhäuser der Deutschen Bank in Frankfurt am Main. Quelle: Pixabay, Foto: Sylvester Böhle

Frankfurt am Main, Berlin, Deutschland (Weltexpress). Alle Zeichen deuteten schon seit langer Zeit auf Sturm. Der deutschen Automobilbranche bläst der Wind kräftig ins Gesicht. Die deutschen Banken sind längst umgeknickt wie manche Wälder, als der Orkan Kyrill über sie hinwegfegt.

Nicht nur die Commerzbank geht an Krücken, auch die Deutsche Bank ist längst Kassenpatient und der Staat des Kapitals Arzt am Krankenbett. Ob sich die „Deutschbanker“ die Deutsche Bank zurückholen, wie Martin Hesse heute in „Spiegel-Online“ (8.7.2019) meint, der „den Abbau von 18.000 Stellen“ und „tiefe Einschnitte ins Investmentbanking“ zu goutieren gewillt scheint,
darf bezweifelt werden.

Auf welchen saftigen und also renditeträchtigen Geschäftsfeldern wollen die Deutschbanker denn künftig grasen und mit wem, wenn das Personal abgebaut wird und sich der Laden vom Investmentbanking zu verabschieden scheint?

Woher sollen die großen Gewinne kommen, wenn nicht aus dem Spielkasino, über Spekulationsgeschäfte mit Devisen, Derivaten oder etwa Finanzprodukte auf Nahrungsmittel? Das Problem sind doch die Staatsanleihen, weswegen Banken stolpern und fallen.

Seien wir ehrlich, auch die Deutschbanker wollten wie die Pinscher von der WestLB oder der SachsenLB mit den großen Hunden pissen gehen, konnten aber das Bein nicht heben. Am Ende Katzenjammer und wie immer zahlte der doofe Deutsche, der noch Steuern zahlt.

Dass die weißen und angelsächsischen Herren des monetären Sektors, die Finanzkapitalisten der Vereinigten Staaten von Amerika (VSA) den Deutschen, die sich mit ein paar anderen am Euro versuchten und den Deutschbankern, die der Wall Street Fuß fassen wollten, nicht nur den Kampf ansagten, sondern ihn gewinnen, das wird nur hinter vorgehaltener Hand gesagt und nicht in Massenmedien geschrieben.

Auf dem internationalen Parkett gibt es schon lange keine nennenswerte deutsche Bank mehr. Selbst eine Fusion von Deutscher Bank und Commerzbank hätte nicht die nötige Größe gebracht, die es braucht, um als Global Player mithalten und voranschreiten zu können. Auch dieser Ofen der Deutschen brennt nicht mehr.

Die Deutschen waren und sind zu feige, dem angelsächsischen Investmentbanking, der Wall Steet und der City of London eine konkurrenzfähige Gegenmacht in Frankfurt am Main aufzubauen. Und auch der Euro hat an der Dominanz des Dollar nichts geändert. Die Deutschen sind und bleiben im Reich der Politischen Ökonomie Vasallen. Und den die Amis wollen, dann geht die letzte deutsche Großbank den Bach runter. Über 60 Prozent der Währungsreserven liegen im Dollar, noch nicht einmal 20 im Euro. Auch das ist eine Lachnummer. Den Doller wird es auch in ein, zwei Dutzend Jahren noch gegeben, für den Euro legen immer weniger die Hand ins Feuer. Der EU-Kapitalmarkt ist ein Zwergenhaufen. Große Geschäfte mit Flugzeugen, Energie und Rohstoffen werden in Dollar getätigt, nicht in Euro.

Die Deutsche Bank muss Investmentbank bleiben und braucht das genauer Gegenteil von Stellenabbau, zugleich muss ein Kerneuropa geschaffen werden mit einer Kapitalmarktunion. Bankfurt muss der Wall Street Paroli bieten können oder die Deutschen und mit ihnen andere europäische Völker werden weiter zerrieben.

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