Söldner-Roulette im Eishockey – Petrus Palmu wird ein Panther und Kris Foucault ein Eisbär

Roulette. Quelle: Pixabay, Foto: Greg Montani

Berlin, Deutschland (Weltexpress). An manchen Standorten mit Profi-Eishockey in der BRD wird noch die eine oder andere Verpflichtung von Spielern, die manchen als Söldnern gelten, getätigt. Als Söldner gilt einer, der gegen Bezahlung angeworbener wird, meist zeitlich befristet bis zum Sieg oder Tod, allerdings als Soldat. Nun, Eishockeyspieler ziehen nicht in den Krieg, aber in die Schlacht zu denen Zuschauer bummeln.

Beispielsweise hat die ERC Ingolstadt Eishockeyclub GmbH den Finnen Petrus Palmu angeworben. Vergangenen Saison stürmte der 23-Jährige noch für den finnischen JYP Jyväskylä. In der SM-Liiga-Club kam Palmu wohl auf 35 Punkte, die sich aus 13 Tore und 22 Vorlagen in 47 Spielen ergeben. Warum will einer der angeblich fünf besten seiner Mannschaft, der in der 1. Reihe als Stürmer auflief, eigentlich weg? Muss er etwa weg?

Wie auch immer, Larry Mitchell hat wohl einen guten jungen Mann angeworben, der sich an der Seite von Daniel Pietta (33), der kürzlich auch nach Ingolstadt wechselte, vermutlich bewähren wird. Mitchell scheint in Ingolstadt einiges vorzuhaben.

Pietta zog übrigens aus gutem Grund gegen eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung aus Krefeld in den juristischen Krieg und vor Gericht. Nun sollen in Ingolstadt bessere Zeiten aufziehen.

Das soll auch für Kris Foucault in Krefeld so sein. Der 29-jährige Kanadier solle sich mit Sergej Saveljev, dem Geschäftsführer der KEV Pinguine Eishockey GMBH, den Kenner und Kritiker für einen Kindskopf halten, ge- und zerstritten haben. Foucault, der vergangene Saison noch für den ERC Ingolstadt auflief, wurde offensichtlich vor die Tür geworfen, dabei galt er als „Königstransfer“ und wurde erst im August geholt. Andere behaupten, er verlasse wie Eugen Alanov, den es zu DEG zieht, die Chaos-GmbH freiwillig.

Der zwischenzeitliche Cheftrainer der Krefelder Pinguine, Glen Hanlon, ein Kanadier, warf nach nur zwei Spielen hinter der Bande bereits das Handtuch.

In Berlin wird das kürzlich in Krefeld Gewesene wenig interessieren. In einer Eisbären-Pressemitteilung vom 24.11.2020 wird lieber ein weniger weiter zurückgeblickt und über die 42 Punkte (16 Tore und 26 Vorlagen) in 52 Partien für den ERC Ingolstadt berichtet. Vorher lief Foucault für die Grizzlys aus Wolfsburg auf und erzielte in drei Spielzeiten 27 Treffer, 20 soll er vorbereitet haben.

Bis zum Beginn der verschobenen Saison wird sich das Söldner-Roulette für Eishockeyspieler noch dolle drehen. Wetten?! Doch die Einsätze werden geringer sein als sonst üblich.