Penaltyniederlage der Berliner Eisbären gegen die Iserlohn Roosters

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© Foto: Bernd König

Vor ausverkaufter Halle am Berliner Ostbahnhof nahmen die Hausherren das Heft des Handelns sogleich in die Hand, doch ohne durchschlagenden Erfolg. Die Gäste aus Iserlohn verlegten sich aufs Kontern und Jeff Giuliono zeigte, wie effektiv das sein sollte. Er glitt vor das Gehäuse von Eisbären-Torhüter Rob Zepp, der den Schuß abwehren und auch den Nachschuß parieren konnte (9.) Minuten später traf Giuliano den Pfosten (12.). Sekunden später traf Michael Wolf für die Iserlohn Roosters ins Tor (13.). Vorausgegangen war wieder ein Fehler im Spielaufbau der Berliner, so daß die Gäste kontern konnten. Mit 1:0 für Iserlohn gingen beide Kannschaften in die Kabinen und viele Zuschauer zu Kneipen und Toiletten.

„Iserlohn komplett“, meldet sich der Stadionsprecher zu Beginn des zweiten Drittels zu Wort und dann fällt der fällige Ausgleich. Frank Hördler steht vorm hellblauen Halbkreis, um den Puck, der von Florian Busch mustergültig aufgelegt wurde, in die Maschen zu dreschen (21.). Strafzeiten für James Sharrow und Christian Hommel schließen sich an, weil die Schiedsrichter Roland Aumüller und Ulpi Sicorschi nunmehr durchgreifen (22.). Vincent Schlenker muß auf die Strafzeit, auch Frank Hördler (23.), so daß Iserlohn erst mit einem und kurze Zeit darauf mit zwei Mann mehr auf dem Eis agiert. Die Sauerländer nutzen die Situation. Giuliano bringt Iserlohn mit einem Schuß aus kurzer Distanz erneut in Führung (25.). Zwar dürfen die Berliner auffüllen, doch noch spielen die Gäste in Überzahl. Nachdem die Berliner die Strafbank drückten, müssen nun Iserlohner zum Abkühlen vom Eis. Auf Mike York folgt Giuliano, der von der Sünderseite mitansehen muß, wie Eisbären-Kapitän André Rankel von der blauen Linie das kleine Schwarze ins gegnerische Tor hämmert (31.). Strafzeiten gegen Robert Hock und Julian Talbot folgen, beim 2:2 am Ende des zweiten Drittels bleibt es.

Ins letzte Drittel starten die Rooster in Überzahl aber spielen nicht überlegen. Die Eisbären auch nicht. Kleine Gefechte und kurze Spielzüge sehen wir und dann hören wir die Schlußsirene. Unentschieden nach 60 effektiven Spielminuten. Doch auch die Verlängerung mit je einem Spieler weniger auf dem Eis bringt kein Endergebnis, obwohl der Meister auch in diesen fünf Minuten mehr agiert, während die Rooster reagieren, auf Konter lauern.

Weil beim Penaltyschießen Tobias Wörle und Mark Bell für Iserlohn treffen aber nur Mads Christensen für Berlin nehmen die Sauerländer zwei Punkte mit, einer bleibt in Berlin.

Zu wenige Spieler übernehmen Verantwortung. Zu viele Führungsspieler verließen die Eisbären. Zuletzt mußte Daniel Brière zurück in die National Hockey-League. Dafür wird Corey Locke kommen. Doch das wird wohl nicht reichen, um am Ende einer langen Saison wieder ganz oben zu stehen.

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