Oklahoma, „das Land des roten Mannes“

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Oklahoma. Quelle: Pixabay, Grafik: Kjrstie

Oklahoma City, Oklahoma, VSA (Weltexpress). Die Vereinigten Staaten von Amerika (VSA) gelten gemeinhin als Bundesstaat, nicht als Staatenbund, auch wenn viele das anders sehen und sich Menschen in manche Staaten mühten, die VSA zu verlassen. Bisher machten sie die Rechnung immer ohne die Yankee-Imperialisten.

Was von den Eliten, den Herrschenden in New York oder Washington nicht gewollt wird, das wird auch nicht gemacht. Ausnahmen bestätigen die Regel vor allem dann, wenn sie Indianer-Reservat heißen. Das Heimatland der Ureinwohner Amerikas wurde im Rahmen der Kolonialisierung der Neuen Welt vor allem durch Portugiesen, Spanier, Engländer und Franzosen. Dort wo für sie damals tote Hose war, also nicht nur nichts los, sondern nichts zu holen, und das traf besonders auf gebirgige und schwer zugängliche Gebiete zu, wurde Indianern beziehungsweise Ureinwohnern ihr reduziertes Stammesgebiet als Reservat gelassen. Die VS-Bundesstaaten Arizona, Utah, Montana und South Dakota gelten als Indiander-Staaten. Nun kommt wohl ein weiteres Bundesstaat hinzu.

Oklahoma. Laut „Wikipedia“ würde der Name „aus der Choctaw-Sprache: okla ‚der Mensch‘ und humma ‚rot‘“ stammen und „die Zusammensetzung … so viel wie ‚Das Land des roten Mannes'“ bedeuten.

Nun, „etwa die Hälfte des Bundesstaates Oklahoma“ sei laut „einem Urteil des Obersten US-Gerichts zufolge ein Indianer-Reservat“, also „das Land des roten Mannes“. In „Reuters“ (10.7.2020) heißt es unter der Überschrift „Oberstes US-Gericht – Hälfte von Bundesstaat Oklahoma ist Indianer-Reservat“ weiter: „Der Kongress habe der Nation der Creek in einem Vertrag von 1833 das Land zugesprochen, hieß es in dem am Donnerstag veröffentlichten Urteil here. Ein weiterer Vertrag von 1856 habe zudem zugesichert, dass kein Teil dieses Landes jemals an einen Bundesstaat abgetreten werde. ‚Der Kongress hat seitdem mehr als nur ein paar Versprechen an den Stamm gebrochen‘, hieß es. ‚Trotzdem besteht das Creek-Reservat bis heute.‘ Betroffen von der Entscheidung sind etwa 1,8 Millionen Menschen, darunter die etwa 400.000 Bewohner der Stadt Tulsa. Das Urteil hat Folgen für die Steuerpflichten und das Strafrecht.“

Müssen die Nachfolger der Pioniere, muss der weiße Mann, aber auch der schwarze Mann und der gelbe Mann nun seine Frauen und Kinder mitnehmen und das Land des roten Mannes sooner or later (früher oder später) verlassen? Und wem wird das Land mit dem Öl in der Erde und den Rindern im Westen und Wäldern im Osten dann gehören?

Pioniere? Nun, Oklahomas erhielt laut „Wikipedia“ vor vielen Jahren den Beinamen „The Sooner State. Hintergrund dieses Beinamens waren die Pioniere, die das von den Indianern durch die US-Regierung gekaufte Land vor (sooner) der legalen Anfangssiedlungszeit besiedelt hatten. Die Hauptstadt Oklahomas ist Oklahoma City.“

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