Llosa-Verleger Suhrkamp und Journalisten kalt erwischt – Recht überraschend erhält der Peruaner Mario Vargas Llosa den Literaturnobelpreis 2010

Frankfurt am Main (Weltexpress) – Vor zehn und auch vor 15 Jahren wäre die Überraschung wesentlich geringer gewesen, denn daß dieser so süffisant wie knallhart schreibende Schriftsteller nobelpreiswürdig ist, das gesteht eigentlich jeder zu. Was als Grund für die bisherige Nichtberücksichtigung gilt, ist die politische Leidenschaft des Grandseigneurs, der zusammen mit Gabriel Garcia Marquez die alten Männer der lateinamerikanischen Literatur anführt, aber anders als dieser, der sich immer einem kritischen Journalismus zugewandt hatte, war die repräsentative Funktion für Llosa das Angemessene, weshalb er als konservativer peruanischer Kandidat zu den Wahlen angetreten war und verlor.

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