„Wir sind … besser“ – Jeff Tomlinson, Cheftrainer der Berliner Eisbären, im WELTEXPRESS-Exklusivinterview

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Jeff Tomlinson © Münzenberg Medien, Foto: Stefan Pribnow, 2014

Was spricht dafür, dass die Eisbären nach der verpatzten Vorsaison mit dem Scheitern in den Pre-Play-offs auf den Erfolgskurs in der DEL zurückkehren können?

Tomlinson: Die Mannschaft ist mental viel besser drauf als im Vorjahr. Sie ist noch sauer über die Pleite im Vorjahr und will etwas gutmachen. Der Glaube an die eigenen Stärken und das Selbstvertrauen sind zurückgekehrt. Wir haben früher mit der Vorbereitung – schon Ende Juli – begonnen. Insgesamt ist das Team fitter und konzentrierter als vor zwölf Monaten.

Und wie stellt sich die personelle Situation dar?

Tomlinson
: Eindeutig günstiger als im Vorjahr. Wir haben die Abgänge durch die beiden finnischen Routiniers Torhüter Petri Vehanen und Stürmer Antti Miettinen sowie den Prager Stürmer Petr Pohl sehr gut kompensieren können. Und so eine Konkurrenzsituation im nun breiter aufgestellten Team, die es im Vorjahr nicht gab. Da brauchten wir praktisch jedes Bein, um die zahlreichen Ausfälle auszubügeln.

Auch im Trainerstab gab es Änderungen?

Tomlinson: Dass Stefan Ustorf als Sportdirektor nun dabei ist, sehe ich als wertvolle Hilfe mit seiner Erfahrung und seinem Status als Eisbären-Legende. Auch Fitness-Trainer Marian Bazany macht einen vorzüglichen Job und erweitert unsere Möglichkeiten, das Beste aus der Mannschaft herauszuholen.

Welche Faktoren oder Umstände könnten die hochgesteckten Vorhaben – Stefan Ustorf sagt, nur die Meisterschaft könne das Ziel sein – gefährden?

Tomlinson: Am meisten Sorgen machten im Vorjahr die vielen Verletzten und Ausfälle. Da gab es nie die gleiche Mannschaft und ich hatte praktisch keine Alternativen. Um dem vorzubeugen, haben wir auch den Athletik-Trainer Bazany geholt. Ansonsten hängt vieles davon ab, wie sich die Gegnerschaft präsentiert. Da gibt es viele, die sich verstärkt haben, da ist viel Optimismus im Spiel. Wie sonst die Konstellation ist, wird sich zeigen. Ich denke aber, die Liga ist offener und ausgeglichener denn je.

Wir danken für das Gespräch.

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