Schützt die Arktis und rettet die Eisbären am Freitag gegen Adler aus Mannheim und am Sonntag gegen Haie aus Köln

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© Gordon Welters / Greenpeace
Und weil der Mensch ein Mensch ist, beutet er nicht nur sich selbst und andere aus sondern auch die Natur. Zwar macht das Phänomen der Korruption als ein Wesensmerkmal der aktuellen kapitalistischen Gesellschaft nicht vor Gutmenschen halt, heiligt der Zweck nicht alle Mittel, dennoch ist und bleibt das Ziel beispielsweise von Greenpeace mit dem Schutz der Umwelt ein Gutes.
Der eingetragene Verein mit Sitz in Hamburg behauptet steif und fest, „für Unbestechlichkeit“ zu stehen und dass „weder Geld noch politischer Druck … die Organisation beeinflussen“ könne. Als alternder Aktivist der ersten Stunde, der nicht in der Welt der Ware und des Spektakels der alten Bundesrepublik dicke Lippen „riskierte“ und Welle machte sondern auf Hoher See für Wale und gegen Müllmeere kämpfte, bin ich aus Erfahrung klug und verfalle nicht dem Singsang der Sirenen. Dennoch ist der Beistand der Eisbären Berlin für „Eisbärin Paula“ keine schlechte Sache.
Für die Eisbären steht in der hohen Halle am Berliner Ostbahnhof ein Doppelspielwochenende auf dem Plan. Für die beiden Heimspiele am kommenden Wochenende gegen die Kölner Haie am Freitag, den 05.12.2014, 19:30 Uhr, und die Adler Mannheim am Sonntag, den 07.12.2014, 17:45 Uhr, gibt sich ein Gast die Ehre, der „eingeladen“ worden sein soll, obwohl sich die PR-Truppe aus HH, die gerne scheinbar auf den Putz haut, gerne selber einlädt. Egal, Eisbärin Paula von Greenpeace besucht die Berliner Eisbären und will „Unterstützer für die Kampagne ‚Schützt
die Arktis‘ gewinnen“. Daniel Goldstein von der Redaktion der Medieninformation der Eisbären Berlin teilt mit: „Durch den Klimawandel geht das Meereis immer stärker zurück. Große Konzerne nutzen dies aus, um die Arktis industriell auszubeuten. Schwindendes Eis und gefährliche Ölbohrungen bedrohen die noch rund 25.000 Eisbären auf der Welt und ihren Lebensraum.“
Er teilt der Presse mit, was Eisbären-Geschäftsführer Peter John Lee sagte, nämlich dass „die Population der Eisbären … geschützt werden“ müsse. „Nicht nur in der Arktis, überall. Wir wollen nicht irgendwann die einzigen Eisbären auf dem ewigen Eis sein.“
Die Eisbären in den Zoos in Hamburg, Berlin und überall auf dieser Erde gehören, lieber Lee, nicht geschützt sondern in die Freiheit entlassen. Das nur am Rande. Und am Rande des Besuchs von Eisbärin Paula wird Greenpeace am Freitag Unterschriften für die Kampagne „Schützt die Arktis“ unter den Eisbären-Fans sammeln. Mehr Informationen zu diesem Thema finden Sie unter http://www.greenpeace.de/themen/arktis
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