Handelskrieg zwischen den USA und der EU – Kommen Zölle auf Harley-Davidson und Bourbon?

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Harley-Davidson
Eine Harley-Davidson guckt aus einer Wand. Quelle: Pixabay

Brüssel, EU (Weltexpress). Handelskriege, also besonders aggressive administrative Maßnahme zum Schutz der eigenen Volkswirtschaft und zum Schaden der anderen, sind keine Seltenheit und die nächste Runde zwischen den Vereinigten Staaten von Amerika (USA) und der Europäischen Union (EU) droht.

Die USA wollen den Import von Stahl und Aluminium behindern und beschränken und würden laut „FAZ“ (20.2.2018) „Zölle und Einfuhrquoten“ erwägen. Dazu notiert die „FAZ“: „Die amerikanische Regierung begründet die Importbeschränkungen damit, dass die Importe von Stahl und Aluminium die nationale Sicherheit der Vereinigten Staaten gefährden. Wirtschaftsminister Wilbur Ross hatte am Freitag eine Untersuchung seines Ministeriums veröffentlicht, die das belegen soll.“

Die EU will offensichtlich anworten und holte eine Giftliste aus der Schublade. „Die Giftliste der EU stammt laut ‚FAZ‘ schon aus der Zeit des letzten großen Handelsstreits unter Präsident George W. Bush, sei aber seither angepasst worden“, notiert „Spiegel-Online“ (20.2.2018).

Kommen Zölle auf Harley-Davidson und Jack Daniels?

Die „FAZ“ berichtet heute unter Bezug auf „Kommissionskreise“ in Brüssel, dass der Import von Orangensaft, Kartoffeln, Tomaten, Motorräder und/oder Whiskey eingeschränkt werden könnte.

Dabei kommentieren die einen es als prächtig und die anderen als perfide, dass Harley-Davidson betroffen sein könnte, denn beim Spiel mit Zöllen und Gegenzöllen würden die EU-Europäer die US-Regierung unter Präsident Donald Trump besonders hart treffen, weil der Hersteller von Harleys seinen Sitz im US-Bundesstaat Wisconsin hat, „aus dem der republikanische Sprecher des Repräsentantenhauses Paul Ryan stammt“, worauf der „Focus“ (20.2.2018) genüßlich hinweist und aus der „FAZ“ kopiert statt zitiert.

Whisky
Wunderbares Wasser: Whisky. Quelle: Pixabay

Auch Bourbon-Hersteller könnte betroffen sein, denn die sitzen in den US-Bundesstaat Tennessee und Kentucky, „der Heimat des Trump-Unterstützers Mitch McConnell, der Mehrheitsführer im Senat ist“, heißt es im „Focus“.

Die USA führen aber auch Handelskriege gegen China, worauf die „FAZ“ (20.2.2018) hinweist und in der „ein Vertreter des Handelsministeriums“ zu Wort kommt: „Wir werden nicht davor zurückschrecken, unsere legitimen Interessen zu verteidigen, wenn die endgültige Entscheidung der Vereinigten Staaten chinesische Interessen berührt“, sagte er.

Die USA sind nicht nur auf Krawall gebürstet, sondern auf Krieg, Handelskrieg. Bald wird aus Peking und Brüssel zurückgeschossen.

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