Grizzlys jagen Eisbären

Zu oft zu viele Grizzyls auf dem Eis: Anthony Rech, Pekka Jormakka und Mathis Olimb von den Grizzlys Wolfsburg feiern das Tor zum 2:0 im Punktspiel gegen Berliner Eisbären in Wolfsburg am 31.1.2021. © Grizzlys Wolfsburg / City-Press GmbH, Foto;: Moritz Eden, BU: Stefan Pribnow

Wolfsburg, Deutschland (Weltexpress). Die Grizzlys trieben in Wolfsburg die Eisbären vor sich her und das von Anfang an. Schon in der fünften Spielminute schenkten die Grizzlys den Eisbären ein. Pekka Jormakka traf ins von Tobias Ancicka gehütete Eisbären-Gehäuse zur 1:0-Führung. Die Vorarbeit kam von Anthony Rech.

Ancicka war nicht unschuldig an diesem Treffer. Er kurvte vorher noch eine Runde ums eigene Tor.

Und weil das so schön war, gönnten sich die Grizzly das Gleiche noch einmal und zwar in Überzahl, weil Kai Wissmann für zwei Minuten wegen Stockschlags auf die Strafbank musste (9.). Vorarbeit Rech, Tor Jormakka (9.).

Bei der 2:0-Führung ließen es die Gastgeber nicht bewenden. Nun wollte wohl auch Rech einen Treffer erzielen. Das tat er auch und zwar in Überzahl. Die Vorarbeit zum 3:0 kam von Jormakka (12.) und von Ancicka. Der sorgte für eine Strafe und seine Vorderleute mussten mit einem Mann weniger verteidigen.

Die Gäste aus Berliner durften froh sein, nicht noch höher in Rückstand geraten zu sein. Im zweiten Drittel traf wenigstens Leonhard Pföderl nach Vorarbeit von Mark Zengerle (34.).

Doch Sebastian Furchner stellte den alten Abstand wieder her (38.) und das erneut in Überzahl für die Grizzlys und zwar völlig frei vor Ancicka. Er traf aus spitzem Winkel. Pföderl gönnte sich eine Strafzeit.

Im Schlußdrittel fielen noch eine Hand voll Tore. Jonas Müller für die Eisbären (47.), Spencher Macachek für die Grizzlys (53.), Max Görtz für die Grizzlys (55.), Ryan McKiernan für die Eisbären (59.) und Giovanni Fiore für die Eisbären (60.).

Für Zuschauer, auf den Rängen waren nur ein paar Hand voll, war das wohl ereignisreich, doch für beide Trainer bestimmt zum Haareraufen, vor allem für Eisbären-Cheftrainer Serge Aubin. Nach dem Spiel sagte er: „Im ersten Drittel waren wir nicht gut auf dem Eis unterwegs, haben dann zu viele Strafen genommen und mussten einem 0:3 Rückstand hinterherlaufen.“

Richtig, und im zweiten und letzten Drittel waren die Eisbären nicht besser als die Grizzlys, jedenfalls nicht viel besser.

Dass die Berliner „unbedingt“ an ihren „Auftritt bei Auswärtsspielen arbeiten“ müssen, das merkte Aubin auch noch an. Wohl wahr, „Wolfsburg wollte den Sieg heute mehr“ als die angereiste Berliner. Die gönnten sich 16 Strafminuten und präsentierten sich in Unterzahl nicht gut, sondern schlecht. Dass Ancicka an diesem Sonntag kein guter Rückhalt war, das ist das eine, die Einstellung der Vorderleute stimmte im ersten Drittel überhaupt nicht.

Die Grizzlys jagen nun die Eisbären auch in der Tabelle der Gruppe Nord. Für die Wolfsburger heißt nach den letzten zwei Niederlagen Aufholjagd.

Daten zum Spiel

Sonntag, 31.1.2021, in Wolfsburg, Grizzlys Wolfsburg gegen Eisbären Berlin 6:4 (3:0, 1:1, 2:3)

Aufstellungen:

Grizzlys Wolfsburg: Pickard (Strahlmeier) – Likens, Melchiori; Button, Wurm; Möser, Adam; Raabe – Görtz, Järvinen, Furchner; Jormakka, Olimb, Rech; Nijenhuis, Pfohl, Hungerecker; Machacek, Festerling, Boucher

Cheftrainer: Pat Cortina

Eisbären Berlin: Ancicka (Niederberger) – Ramage (A), Müller; Wissmann (A), Hördler (C); McKiernan, Espeland; Mik – Pföderl, Reichel, Noebels; Foucault, Zengerle, Tuomie; Fiore, Boychuk, White; Labrie, Streu, Dietz

Cheftrainer: Serge Aubin

Tore:

1:0 – 04:48 – Jormakka (Rech, Olimb) – EQ
2:0 – 08:56 – Jormakka (Rech) – PP1
3:0 – 11:06 – Rech (Jormakka, Olimb) – PP1
3:1 – 33:31 – Pföderl (Zengerle, Espeland) – EQ/EA
4:1 – 37:30 – Furchner (Järvinen, Button) – PP1
4:2 – 46:22 – Müller (Noebels, Fiore) – EQ
5:2 – 52:51 – Machacek (Görtz, Butto) – PP1
6:2 – 54:56 – Görtz (Festerling, Furchner) – EQ
6:3 – 58:19 – McKiernan (Zengerle, Fiore) – PP1
6:4 – 59:25 – Fiore (McKiernan, Foucault) – PP1

Strafen: Grizzlys Wolfsburg: 12 (2, 4, 6) Minuten – Eisbären Berlin: 16 (6, 4, 6) Minuten

Schiedsrichter: Lasse Kopitz, Gordon Schukies (Jonas Merten, Nikolaj Ponomarjow)