G7 oder mit Putin wären es dann zehn

Trump und Putin auf dem Gipfel der G20 in Hamburg.
Donald Trump, Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika (l.), begrüßt Wladimir Putin, Präsident der Russischen Föderation (r.), im Rahmen der Eröffnung des G20-Gipfels auf dem Messegelände in Hamburg. BU: Stefan Pribnow, Quelle/Foto: Bundesregierung/Kugler

Berlin, Deutschland (Weltexpress). Nachdem Emmanuel Macron als Präsident dieser klammen französischen Republik Wladimir Putin als Präsident der Russischen Föderation auf das auf einer kleinen Insel vor der französischen Mittelmeerküste gelegene Fort de Brégançon, das französische Präsidenten als Sommerresidenz nutzen, einlud und zwar wenige Tage vor dem Treffen der Staats- und Regierungschefs der G7, will wohl auch Donald Trump als Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika nicht als letzter um Putins Beistand bitten.

Ohne die Russen geht immer weniger in der Weltpolitik, denn entweder sind die Russen oder die Chinesen schon da, auch wenn der Hase läuft und läuft.

Dass „Trump … Russland wieder in der G8-Gruppe aufnehmen“ wolle, das berichtet auch der SWR (21.8.2019). Unter der Überschrift „US-Präsident Trump will Russland wieder in der G8 haben“ heißt es: „Das sei angebracht, weil dort über eine Menge Dinge gesprochen werde, die mit Russland zu tun hätten, sagte er vor Journalisten.“

Statt über Russland will er wohl lieber mit Russland sprechen und das heißt: mit Putin. Wenn Macron das schon macht, dann auch er. Merkel wird wohl wieder die letzte sein, die sich dem aus Alternativlosigkeit anschließt.

In „Kieler Nachrichten“ (21.8.2019) wird unter dem Titel „Trump will Russland wieder in die G7 aufnehmen“ festgehalten, dass „sogar Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron … dem in einem Telefonat mit dem US-Präsidenten zugestimmt“ habe. Dann ist ja alles in Butter, denn Merkel hat dem Trump sowieso nichts zu sagen und Boris Johnsohn als Premierminister des Vereinigten Königreichs von Großbritannien und Nordirland macht, was ein Pudel der VSA nun einmal macht, egal wie lang die Leine ist. Die Kanadier sind und bleiben Angloamerikaner und die Japaner, nun ja, den geht es wie den Deutschen nach dem verlorenen letzten Krieg. Sie sind mehr oder weniger Vasallen des Imperiums. Das sind sicherlich auch die Italiener, aber ernst nimmt die Erdnuss der G7 keiner.

Und die Chinesen? Die wollen Trump und andere immer noch nicht dabei haben. Dafür sitzt die Europäische Union schon lange mit am Tisch. Das nennt sich „Beobachterstatus“. Und weil das Beobachten so wichtig ist, dürfen immer gleich zwei beobachten, weswegen beim Pressefoto immer neun Personen zu sehen sind. Mit Putin wären es dann zehn.

Anmerkungen:

Siehe auch den Artikel Trostrunde oder Hoffnungslauf? – Putin zur Sondersitzung in die Sommerresidenz von Macron eingeladen von Gerd Gorilla.

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