Fans der Eisbären können wieder feiern – nach Sieg gegen Straubing Tigers klettern die bereits als Kuschelbären belachten Berliner aus dem Tabellenkeller

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Fans der Eisbären Berlin.
Fans der Berliner Eisbären in der Stehplatzkurve (Archivbild). © 2017, Foto: Joachim Lenz

Berlin, Deutschland (Weltexpress). Gewogen und für zu leicht befunden wurden die Straubing Tigers bei den Berliner Eisbären am Sonntagnachmittag. Die schlecht in die Saison gestarteten Kufenkurver besiegten den als Zweiten angereisten Gast in der hohen Mehrzweckhalle an der Spree mit 5:2 (1:1, 0:0, 4:1).

Mit zuletzt zwei Siegen und somit sechs Punkten gelang den Berliner, die kürzlich noch die rote Laterne der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) in die Höhe hielten, ein kleiner Befreiungsschlag.

Von Anfang an drängten die Berliner auf das von Sebastian Vogl gehütete Tiger-Tor. Das 1:0 von Ryan McKiernan war scheinbar nur eine Frage der Zeit. Es fiel in der 5. Spielminute. Pfostenschüsse, schlechtes Überzahlspiel und Scheitern in Eins-zu-eins-Situationen auf Seiten der Berliner. Und die Tigers? Ein Tempogegenstoß und ein Tor von Mitchell Heard zum Ausgleich (13.). Beim 1:1 blieb es bis zur ersten Drittelpause.

Insgesamt blieb es bei einer durchwachsenen Begegnung mit vielen Fehlpässen.

Im zweiten Drittel konnten weder die einen noch die anderen ein Tor erzielen. Fehlpässe, Scheitern in Eins-zu-eins-Situation und Strafzeiten auf beiden Seiten. Das war bis dato ein dürftiges Punktspiel zweier Mannschaften, die zwischen Baum und Borke stecken.

Das letzte Drittel bot Besserung, Unterhaltung und Treffer. James Sheppard fing mit dem Toreschießen an (43.) und ließ Vogl dabei alt aussehen. Nach seiner 2:1-Führung erhöhte Mannschaftskamerad Maxime Lapièrre diese auf 3:1 (44.). Louis-Marc Aubry trug sich ebenfalls in die Torschützenliste ein (52.).

Tiger Stefan Loibl erzielte zwar noch einen Anschlusstreffer (58.), der sehenswert herausgespielt wurde, aber mehr als Ergebniskosmetik war das nicht. Die hielt allerdings nur kurz. Als Torsteher Vogl zugunsten eines weiteren Stürmers das Eis verlassen musste, schoss Mark Olver den Puck übers ganze Eisfeld in die Maschen des nicht gehüteten Tiger-Tores (59.). Endstand: 5:2.

Beide Mannschaften leisteten sich übrigens jeweils acht Strafminuten und zeigten ausgeglichene Leistungen bei den Bullys, allerdings brachten die Gäste deutlich mehr Schüsse auf das von Sebastian Dahm gehütete Eisbären-Tor.

Durch die Niederlage in Berlin rutschen die Tigers aus Straubing Richtung Mittelfeld, in das sich die Eisbären vorrobben. Nach acht Spielen stehen sie mit elf Punkten auf dem neunten Rang.

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