Angriff auf Tanker im Golf von Oman – Ölpreis steigt

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Auch die iranische Agentur Irib News informiert über den Angriff auf zwei Tanker im Golf von Oman. Quelle: www.iribnews.ir

Berlin, Deutschland (Weltexpress). Dass Angriffe auf Frachtschiffe beziehungsweise Tanker die politisch und militärisch ohnehin schon angespannte Lage am Golf von Oman erhöhten, das berichten Journalisten weltweit.

Der Tanker „Kokuka Courageous“ der Hamburger Reederei Bernhard Schulte Shipmanagement sei im Golf von Oman in internationalen Gewässern angegriffen worden, aber auch der Tanker „Front Altair“ des norwegischen Eigner Frontline, der von der Raffineriegesellschaft CPC aus Taiwan gechartet worden sei. So oder so ähnlich wurde formuliert.

In „Spiegel-Online“ (13.6.2019) wird darüber informiert, dass „die Fünfte Flotte“ der Vereinigten Staaten von Amerika (VSA) „nach eigenen Angaben Notrufe von zwei Tankern in der Gegend erhalten“ habe und die „U.S. Navy … Unterstützung“ leiste. Kürzlich wurde die Militärpräsenz in der Golfregion verstärkt.

Auch das britische Militär erklärte, man wisse von einem Vorfall in der Region. „Großbritannien und seine Partner ermitteln“, teilte die Royal Navy mit – ohne nähere Details zu nennen.

Die VSA beschuldigen den Iran als Täter. Politer und Presse weisen die Vorwürfe zurück.

In der „Welt“ (13.6.2019) wurde unter der Überschrift „Frachter von deutscher Reederei attackiert – Maas sieht Frieden bedroht“ darüber informiert, dass „die 23 Besatzungsmitglieder seien von einem iranischen Schiff aufgenommen worden, heißt es in iranischen Medien. Insgesamt seien „44 Seeleute in einen iranischen Hafen gebracht worden“. Die geretteten Seemannschaft kamen von beiden Tankern. Ladung sei laut der Reedereien nicht ausgetreten.

Dem heutigen Angriff ging ein Angriff auf vier Öltanker im Mai 2019 vor der Küste der VSA voraus. Damals habe laut „Reuters“ (13.6.2019) „Saudi-Arabien … den Iran und von der Islamischen Republik unterstützte Kräfte dafür verantwortlich“ gemach. Dass „der Iran … die Vorwürfe“ zurückwies, das berichtet „Reuters“ auch.

Wer wirklich dahinter steckt und ob es sich erneut um eine Tat unter falsche Flagge handelt, um die Schuld dem Iran in die Schuhe zu schieben, das, so fordern viele Kommentatoren, müsse von Kriminalisten untersucht werden, nicht von GI`s.

Bekennerschreiben bezüglich der Angriffe vom 12. Mai und vom 13. Juni wurden bis dato nicht öffentlich bekannt.

Wie nach dem ersten Angriff ist auch dieses Mal der Ölpreis nach oben geschnellt. Auch die Versicherungen werden für die Reeder wohl teurer.

Massive Ölsanktionen der VSA führten dazu, dass die Exporte des Iran und somit die Einnahmen aus dem Ölverkauf gesunken sind. Die VSA wollen das angeblich auf Null bringen. Doch für diesen Fall kündigten iranische Politiker an, die Straße von Hormus zu schließen, sodass keine Schiffe mehr in den Persischen Golf kommen würden.

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