E-Lieferwagen geht in Großserie – Deutsche Post produziert und verkauft Autos

0
388
Ein Modell eines Lieferwagens der Deutschen Bundespost von Magirus Deutz. Quelle: Pixabay

Berlin, Deutschland (Weltexpress). Dass die Deutsche Post sich um die Post der Deutschen kümmert beziehungsweise ums Postgeschäft in deutschen Landen, das möchte man bei diesem Unternehmensnamen meinen. Weit gefehlt. Die Deutsche Post ist längst ins Autogeschäft eingestiegen. Sie ist auch ein Autobauer und verkauft Fahrzeuge.

Längst werden in Aachen und mittlerweile auch in Düren E-Lieferwagen gebaut, weil kein deutsches Unternehmen bereit war, der Deutschen Post ein Streetscooter genanntes Fahrzeug zu fertigen. Also schlossen die Briefträger mit einem Jungunternehmen der Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule (RWTH) Aachen zusammen. 

Am 9. Oktober 2018 startete die Deutsche Post mit dem VS-amerikanischen Autobauer Ford die Serienfertigung eines Streetscooter XL genannten großen E-Lieferwagens, dessen Ladevolumen rund 200 Paketen umfassen soll. Der Streetscooter XL ist wesentlich größer als der Streetscooter. In der „Frankfurter Allgemeine“ (9.120.2018) heißt es dazu. „Der Scooter soll vorerst ausschließlich von der Post genutzt werden. Insgesamt sollen 180 Mitarbeiter jedes Jahr 3500 Stück der Kleinlaster produzieren. Angaben der deutschen Post zufolge fahren auf der ganzen Welt etwa 92.000 Fahrzeuge für die Post.“

Immerhin erteilte das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) in Flensburg nun die Genehmigung für das Tochterunternehmen der Deutschen Post zur Großserienproduktion des Nutzfahrzeugs Streetscooter. Auf der Heimatseite Streetscooter ist von drei Modellen Work, Work L und Work XL die Rede. Zudem werden E-Lastenräder und Umbaulösungen mit dem Streetscooter Pure angepriesen

„Der Newsticker“ teilt mit: „Bislang sei das Nutzfahrzeug mit einer Kleinseriengenehmigung verkauft worden“, wird in „Der Newsticker“ (7.12.2018) informiert. Weiter heißt es: „Das KBA hätte dabei Bauteile entdeckt, die für normale Zulassungen zu hohe Mengen an Schwermetallen enthielten. Dieses Problem habe die Post-Tochter mittlerweile behoben und sie könne nun den nächsten Schritt ergreifen, berichtet das Nachrichtenmagazin weiter. ‚Durch die Großseriengenehmigung können auch große Fahrzeugmengen bei Flottenbestellungen problemlos zugelassen werden, und das auch im Ausland‘, sagte Street Scooter-Chef Achim Kampker. Ende Mai eröffnete die Firma neben dem Werk in Aachen eines in Düren und plant, die Produktion auf 20.000 Stück pro Jahr zu erhöhen.“

Die E-Lieferwagen werden von der Merkel-Regierung der Altparteien CDU, CSU und SPD gefördert.

Anzeige