AfD wird weiter von den Altparteien im Reichstag ausgegrenzt – Gerold Otten wurde nicht zum Bundestagsvizepräsidenten gewählt

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Bundestag im Reichstag in Berlin.
Leere im Reichstag. Quelle: Pixabay

Berlin, Deutschland (Weltexpress). Am Dienstag, den 9.4.2019, teilte die Fraktion der Alternative für Deutschland im Deutschen Bundestag per Pressemitteilung mit, dass sie „auf ihrer heutigen Fraktionssitzung den Bundestagsabgeordneten Gerold Otten zum Kandidaten für das Amt des Bundestagsvizepräsidenten gewählt“ habe.

Doch die AfD scheiterte im Berliner Reichstag auch mit ihrem dritten Kandidaten. Zuvor wurde erst Albrecht Glaser und dann Mariana Harder-Kühnel nicht gewählt. Bei der heutigen Abstimmung bekam Otten 210 Jastimmen, 393 Neinstimmen und 31 Enthaltungen.

Nicht nur Mitglieder und Mandatsträger der AfD werden das als Affront werten, sondern auch Soldaten der Bundeswehr. Otten war 20 Jahre lang Berufssoldat, anschließend arbeitete er lange Jahre für den europäischen Luft- und Raumfahrtkonzern Airbus. Warum seine guten Qualifikationen als Pilot, seine Erfahrungen und Erkenntnisse, die er in seinem bisherigen Leben sammelte, nicht für das Amt eines Bundestagsvizepräsidenten reichen, das dürfte Millionen in diesem Land nicht zu erklären sein, zumal jeder Partei ein Posten zusteht. Wirklich jede Fraktion soll mindestens einen Vizepräsidenten stellen. Über 400 Abgeordnete der Altparteien verweigern Otten und der AfD diesen immer noch freien Platz. Die CDU stellt sogar den Präsidenten und selbst die kleineren Oppositionsparteien haben ihre Leute dort unterbringen können.

Offensichtlich können die Abgeordneten der AfD-Fraktion machen, was sie wollen, ein Amt als Bundestagsvizepräsidenten gönnen die Abgeordneten der Altparteien, die das seit Jahr und Tag über immer dekorativ unter sich ausklüngeln, denen nicht.

AfD-Fraktionschef Alexander Gauland gab nach der Wahl bekannt, „dass es überhaupt nicht um Personen geht“, sondern den Roten, Grünen und Schwarzen nur gegen die Blauen.

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