Berlin, BRD (Weltexpress). Am 3. Juli 2026 wurde Papst Leo XIV. anlässlich des 250. Jahrestages der USA vom National Constitution Center in Philadelphia mit der Liberty Medal ausgezeichnet. Mit dieser Auszeichnung wurde, wie „Vatikan News“ (3.7.2026) hervorhob, sein Engagement für Religionsfreiheit, Gewissensfreiheit und Meinungsfreiheit weltweit gewürdigt. Der Hintergrund dürfte wohl eher gewesen sein, dass der USA-Präsident das Verhalten des Papstes honorierte, der den Überfall auf den Iran oder den auf Venezuela nicht verurteilt, nichts gegen die NATO einzuwenden oder das KI-Unternehmen Anthropic bedeutende Handelsabkommen mit dem US-Verteidigungsministerium unterzeichnet und sich damit fest in der militärischen und nachrichtendienstlichen Lieferkette für künstliche Intelligenz etablierte, einzuwenden hatte.
Auf einer Video-Zuschaltung lobte der Papst, dass in der Entwicklung der USA die von Gott gegebene Würde des menschlichen Lebens einen zentralen Grundsatz darstellte, schrieb „Vatikan News“. Er betont, dass „jeder Mensch mit einem innewohnenden Wert ausgestattet ist, der Ehrfurcht, Schutz und Fürsorge erfordert“. Ein umfassendes Verständnis dieser Würde führe dazu, die „Bedeutung des Schutzes des menschlichen Lebens von seinem Beginn bei der Empfängnis bis zum natürlichen Tod anzuerkennen“. In diesem Geiste verweist er darauf, dass zu diesem Schutz des menschlichen Lebens von je her die Aufnahme von Einwanderern Teil der Geschichte der USA war. „In jeder Generation haben diejenigen, die auf der Suche nach Freiheit, Chancen und einem Ort der Zugehörigkeit hierhergekommen sind, dazu beigetragen, den Charakter der Nation zu prägen.“
Im Gegensatz zu diesem Bekenntnis äußerte der Papst sich mit keinem Wort zur Festnahme von mehr als 10.000 Migranten, die von den berüchtigten Einwanderungsbehörden (ICE) Ende Juni innerhalb von fünf Tagen festgenommen wurden. So war es auch bereits bei der Operation der ICE in Minnesota, bei der Bundesbeamte zwei US-Bürger getötet hatten, der Fall gewesen. Hinzu kommen die steigenden Festnahmezahlen, die darauf hindeuteten, dass Präsident Trump weiterhin entschlossen ist, seine angekündigten Massenabschiebungen umzusetzen, wozu der Oberste Gerichtshof in den vergangenen Tagen seine Befugnisse zur Festlegung der Einwanderungspolitik auf Bundesebene ausgeweitet hatte.
Anmerkung:
Siehe die Beiträge
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im WELTEXPRESS.
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