USA drohen mit Militärschlag gegen Syrien nach mutmaßlichem Giftgasangriff der Syrisch-Arabischen Armee in Duma

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Assad
Bashar al-Assad © Kremlin.ru

Duma, Damaskus, Syrien; Berlin, Deutschland (Weltexpress). Der Kampf zwischen der syrischen Arme und der Islam-Armee um Duma, einem Vorort von Damaskus, ist noch nicht zu Ende. Wenn die Syrisch-Arabische Armee Duma befreit, dann hat sie endgültig Ost-Ghuta zurückerobert, dann wird von dort aus nicht mehr die Hauptstadt Syriens beschossen und dann weht wieder in der gesamten Damaskus-Senke die Fahne Syriens.

Die Gegner von Baschar al-Assad werfen dem syrischen Präsidenten vor, dass dessen Armee in Duma Giftgas eingesetzt habe. Für manche Journalisten wie Christoph Sydow in „Spiegel-Online“ (8.4.2018) habe Assad damit „die nächste rote Linie“ überschritten. Hat er? Aus den Hauptstädten der NATO-Staaten und von Fotografen und Videofilmern an den Hauptkampflinien in Syrien bekommen Lohnschreiber wie Sydow buntes Futter fürs journalistische Feuer.

Sollen syrische Soldaten mit Pfeil und Bogen ihr Staatsvolk verteidigen und syrisches Staatsgebiet von den Kopfabschneidern und Kopfgeldjägern befreien? Oder mit Pusterohren? Giftgas, so die Regierung in Damaskus, habe sie jedenfalls nicht eingesetzt gegen diejenigen, die hierzulande in den Konzernmedien immer noch gerne Rebellen genannt werden.

Die „Syrian American Medical Society“ meldet 50 Tote, das „Ghouta Media Center“ erhöht und spricht von 75 Toten durch Giftgas und die „Union of Medical Care and Relief Organizations“ bietet sogar 150 Tote. Zu den Toten kämen Hunderte Verletzte. Darüber scheinen sich alle Berichterstatter einig zu sein, auch die „Weißhelme“, die von „brennenden Augen, Atemproblemen, Schaum vor dem Mund, erweiterten Pupillen und Krämpfe“ erzählen und „Sarin“ sagen. Andere sagen Chlorgas und weitere Phosgen.

Bei „Focus-Online“ (8.4.2018) weiß man scheinbar mehr, denn dort heißt es heute nicht mehr „mutmaßlich“ sondern schlicht „Giftgas-Massaker“.

Sowohl Syrer als auch die ihnen verbündeten Russen nennen das „fabrizierte Anschuldigungen“.

Trump und das „Tier Assad“

US-Präsident Donald Trump weiß offensichtlich noch mehr. Er nennt Assad ein Tier und twittert: „Viele Tote, inklusive Frauen und Kinder, nach stumpfsinnigem Chemiewaffenangriff in Syrien. Die Gegend, in der die Gräueltat stattfand, ist abgeriegelt und von der syrischen Armee eingekreist, wodurch sie für den Rest der Welt komplett unzugänglich wird. Präsident Putin, Russland und der Iran sind dafür verantwortlich, weil sie das Tier Assad unterstützen. Großer Preis zu bezahlen. Öffnet die Gegend sofort für medizinische Hilfe und Verifizierung. Weiteres humanitäres Unglück aus einem komplett nichtigen Grund. KRANK!“

Tom Bossert, Sicherheitsberater von Trump, geht noch weiter und schließt eine erneute Militäroperation gegen das Land in Vorderasien nicht aus. Er und Trump hätten „den ganzen Abend und Morgen“ über Reaktionen der USA gesprochen.

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