Bulgarische Käse wollen uns erobern

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© WELTEXPRESS, Foto: Elke Backert
Hamburg (Weltexpress) - Noch sind die beiden bulgarischen Käsesorten „Sirene“ und „Kaschkaval“ in Deutschland weitgehend unbekannt. Das soll sich ändern. Denn Milchprodukte aus Bulgarien sollen unsere Käsetheken um zwei Sorten bereichern, „Sirene“ und „Kaschkaval“. Sie überzeugen nicht nur durch ihren Geschmack, sie erzählen auch die Geschichte einer großen Tradition. Vor etwa 5.000 Jahren bewohnten thrakische Stämme das heutige Bulgarien. Damals war der Käse für die Thraker eines der wichtigsten Nahrungsmittel, und seine Herstellung galt als wahre Kunst. Sirene ist ein weißer Salzlakenkäse aus Kuh-, Schafs- oder Ziegenmilch, den bulgarische Bauern zunächst nur zur Selbstversorgung herstellten.

Heute ist er mit seinem sanften Geschmack und seiner körnigen Struktur nicht nur ein beliebter Tafelkäse, sondern wird auch für Salate und anderen Speisen verwendet. Das Besondere: Nur der bulgarische Salzlakenkäse ist mit Joghurt verfeinert.

1905 entdeckte der bulgarische Arzt Stamen Grigorow das "lactobacillus bulgaricus", ein bis dahin unbekanntes Bakterium, das sich nachweislich positiv auf die Darmflora auswirkt. Seitdem schwören nicht nur die Bulgaren auf ihren Joghurt, der bei regelmäßigem Verzehr zu einem gesunden und langen Leben beitragen soll. Viele bulgarische Bauern sind über 100 Jahre alt!

Kaschkaval ist ein gelber Hartkäse, der in Bulgarien traditionell aus Kuh- oder Schafsmilch hergestellt wird. Man sagt, dass der Name sich vom italienischen „Caciocavallo“ (cacio = Käse und cavallo = Pferd) ableitet. Über die tatsächliche Herkunft des Namens ist man sich jedoch nie einig geworden. Einige glauben, dass der Käse links und rechts wie Satteltaschen auf dem Rücken der Pferde befestigt wurde, um dort zu reifen. Andere gehen davon aus, dass damals Pferdeblasen als Behältnisse zum Trocknen des Käses verwendet wurden. Kaschkaval unterscheidet sich durch seine dichte, geschmeidige Konsistenz ohne Löcher und seinen kräftigen Geschmack von anderen europäischen Gelbkäsesorten. In der bulgarischen Küche spielt er eine bedeutende Rolle und gilt als wahrer Allrounder.

Übrigens: Zu beiden Käsesorten passt ein bulgarischer Trimontium-Wein, etwa der frische Sauvignon Blanc von der Schwarzmeerküste oder der kräftige Cabernet Sauvignon aus der Region Thrakien.

Bezugsquellen:

Zum jetzigen Zeitpunkt ist der Käse bei uns überwiegend in türkischen Märkten erhältlich. Aber man kann beide Käsesorten online bestellen: www.bulgaria-shop.de

Sirene ist ein Muss für jeden Schopska-Salat, ähnlich dem griechischen Salat. 100 g enthalten im Schnitt: Brennwert: 300 kcal, Eiweiß: 16,0 g, Kohlenhydrate: 1,0 g und Fett: 25,0 g.

Kaschkaval ist vielseitig zu verwenden. 100 g enthalten im Schnitt: Brennwert: 400 kcal, Eiweiß: 23,0 g, Kohlenhydrate: 1,0 g und Fett: 32,0 g.

Hintergrundinformation:

Die Promotion der beiden bulgarischen Käsesorten läuft unter dem Dach der Kampagne „Europäisches Milcherbe“ und wird mit Hilfe der Europäischen Union und der Republik Bulgarien finanziert. Ziel des Programms ist neben einem erhöhten Bekanntheitsgrad vor allem die Steigerung der Nachfrage auf dem europäischen Markt. Deutschland und Spanien sind die ersten beiden Länder, in denen die Kampagne durch eine zielgerichtete Kommunikationspolitik erfolgreich umgesetzt wird.

Info:

Website: www.european-dairy.com und IC AG, Stefanie Krause, Bahrenfelder Marktplatz 7, 22761 Hamburg, Tel. 040/8996660, E-Mail: stefanie.krause@ic-gruppe.com

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