Zu viele Menschen, zu viele Elefanten – nun heißt es Feuer frei auf 70 Dickhäuter in Botswana

Elefanten. Quelle: Pixabay, Foto: Michael Siebert

Gaborone, Botswana (Weltexpress). Immer wieder macht die Regierung von Botswana darauf aufmerksam, dass es zu viele Dickhäuter genannte Elefanten im Land gebe, die sich wie die Menschen in Afrika wie die Fliegen vermehren.

Nirgendwo im Irgendwo von Afrika gibt es so viele Elefanten wie in Botswana, vor allem am Chobe-Fluss und im Okavangodelta finden Scharen von Touristen Herden von Dickhäutern. Die Population solle laut Angaben der Regierung in Gaborone bei 135.000 Tieren liegen. 

Die Fertilisationsrate ist hoch, die Bevölkerung nimmt rasant zu. Lohn und Brot gibt es nicht genug. Haus und Hof auch nicht. Die Städte wachsen und wuchern, die Dörfer auch. Die Wildnis wird weniger. Gleichzeitig werden die Herden der Elefanten größer und mehr.

Das der einzige Weg der Abschuss sei, das betonen immer wieder Personen in Politik und Presse, die vor den Elefanten waren wie vor HIV. Rund ein Viertel aller Einwohner Botswanas dürften infiziert sein.

Staatsoberhaupt und Regierungschef Mokgweetsi Masisi hat die Elefantenjagd längst zugelassen.

Nun finden Auktion über Lizenzen für Trophäenjagden statt. Unter der Überschrift „Versteigerung von Lizenzen – Moratorium vorbei: Botswana gibt wieder Elefanten zum Abschuss frei“ heißt es in „Der Standard“ (7.2.2020), dass „erstmals seit dem Ende eines völligen Jagdverbots im vergangenen Jahr … Botswana wieder Auktionen für Jagdrechte auf Elefanten“ abhalte. „Zum Verkauf stehen sieben „Pakete“ von je zehn Elefanten, die die Käufer der Rechte töten dürfen. Das Land erhofft sich damit Geld einzunehmen – als Grundgebot werden 200.000 Pula (16.600 Euro) verlangt.“

Im „Lichtensteiner Vaterland“ (8.2.2020) wird unter dem Titel „Neue Elefantenjagd-Lizenzen in Botswana“ mitgeteilt, dass „gemäss der Versteigerungshinweise … die Jäger ’nachweisliche Erfahrungen in der Elefantenjagd‘ vorweisen“ müssten und „zuvor nicht wegen Wilderei-Delikten verurteilt worden sein“ dürften. Da werden sich sicher Jäger unter den Safari-Touristen finden lassen, die den Preis zahlen, um der elefantischen Überbevölkerung Herr zu werden, während die Menschenmassen weiter wachsen und ihre Siedlungen wuchern.

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