Samstag, 29. August 2026
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Vietnam will Beziehungen zur BRD umfassend ausbauen, auch in Bereichen Sicherheit und Verteidigung – Gegenseitige Besuche der Regierungschefs vorgesehen

Fahnen der Sozialistischen Republik Vietnam in Hanoi. Quelle: Pixabay, Foto: falco

Berlin, BRD (Weltexpress). Im Rahmen der verstärkten Aktivierung der internationalen Beziehungen Vietnams  hat  Premierminister Le Minh Hung am Nachmittag des 28. August 2026 mit Bundeskanzler Joachim-Friedrich Merz ein Telefongespräch geführt, berichtet „Vietnam News Agency“ (VNA) einen Tag später. Die beiden Staatschefs würdigten die Fortschritte der strategischen Partnerschaft zwischen Vietnam und Deutschland und erörterten wichtige Wege zur Stärkung des politischen Vertrauens, zur Aufrechterhaltung der positiven Dynamik der bilateralen Beziehungen, zur besseren Ausschöpfung des Kooperationspotenzials und zur Vertiefung und Stärkung der Beziehungen

Le Minh Hung schlug habe vorgeschlagen, dass beide Seiten ihre umfassende Zusammenarbeit weiter ausbauen, den Austausch von Delegationen, insbesondere auf hoher Ebene, über alle Kanäle intensivieren und die bestehenden Kooperationsmechanismen verbessern, um die Zusammenarbeit in Bereichen von gemeinsamem Interesse zu fördern. Im Hinblick auf Wirtschaft, Handel und Investitionen betonte der Premierminister die Rolle Deutschlands als führender Handelspartner und bedeutender Investor Vietnams innerhalb der Europäischen Union (EU). Er forderte einen neuen Durchbruch, der dem Potenzial und der Bedeutung der bilateralen Beziehungen gerecht wird, mit dem Ziel, den Handel bald auf 20 Milliarden US-Dollar zu steigern. Minh Hung bekräftigte, dass die vietnamesische Regierung ausländischen Investoren, darunter auch deutschen Unternehmen, stets günstige Bedingungen bietet und sie ermutigt, ihre Investitionen in Sektoren auszuweiten, in denen sie Stärken haben, wie beispielsweise im Maschinenbau, der Automobilindustrie, im Gesundheitswesen und im Bereich der Energiewende.

Er begrüßte die Ratifizierung des EU-Vietnam-Investitionsschutzabkommens (EVIPA) durch Deutschland und bezeichnete dies als wichtigen Schritt zur Förderung von Investitionen in beide Richtungen. Er forderte Deutschland nachdrücklich auf, die EU-Mitgliedstaaten, die das Abkommen noch nicht ratifiziert haben, weiterhin zu einer zügigen Ratifizierung zu bewegen und die bevorstehende Aufhebung der „Gelben Karte“ für vietnamesische Meeresfrüchte durch die Europäische Kommission zu unterstützen.

Die Entwicklung soll sich auch auf die Bereiche Verteidigung und Sicherheit erstrecken. Dazu habe Le Minh Hung eine Ausweitung der Zusammenarbeit bei UN-Friedensmissionen vorgeschlagen. In der Berufsausbildung nach deutschen Standards habe er den Wunsch nach mehr Stipendien für vietnamesische Studierende und Kader für Ausbildungen in Deutschland geäußert.

Bundeskanzler Merz habe seinerseits bekräftigt, dass sich die deutsch-vietnamesischen Beziehungen sehr positiv entwickelten und über ein solides Fundament sowie großes Potenzial für eine Weiterentwicklung verfügten. Der deutsche Bundeskanzler betonte laut VNA die starke Komplementarität der beiden Volkswirtschaften und äußerte den Wunsch, die Präsenz deutscher Unternehmen in Vietnam durch effektive und groß angelegte Kooperationsprojekte zu stärken, Handel und Investitionen anzukurbeln, die Energiekooperation auszubauen und sich an Vietnams strategischen Verkehrsinfrastrukturprojekten zu beteiligen.

Joachim-Friedrich Merz sicherte seine Unterstützung für eine verstärkte Zusammenarbeit in den Bereichen Verkehr, Logistik, Luftverkehrsanbindung, Energiewende und Klimaschutz sowie für die effektive Umsetzung der deutsch-vietnamesischen Energiepartnerschaft zu. Er äußerte zudem den Wunsch, Wissenschaft, Technologie und Innovation zu einer der wichtigsten Säulen der bilateralen Beziehungen zu machen.

Minh Hung bat Deutschland, die Visabestimmungen für vietnamesische Staatsbürger weiter zu vereinfachen und günstige Bedingungen für die bessere Integration der vietnamesischen Gemeinschaft in Deutschland zu schaffen, damit diese weiterhin als Brücke der Freundschaft zwischen den beiden Ländern dienen könne.

Die beiden Staatschefs vereinbarten, sich in Kürze in bilateralen und multilateralen Foren zu treffen. Joachim-Friedrich Merz lud Minh Hung zu einem Besuch nach Deutschland ein, den dieser annahm. Im Gegenzug lud er den deutschen Bundeskanzler zu einem baldigen Besuch in Vietnam ein.

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