Werder Bremen weiter mit Milot Rashica, aber ohne Davy Klaassen

Milot Rashica (Archivbild, Nürnberg 2.2.2019). Quelle: Wikimedia, CC BY-SA 4.0, Foto: Silesia711

Bremen, Deutschland (Weltexpress). Die SV Werder Bremen GmbH & Co. KGaA wird weiter mit Milot Rashica planen. Der kosovarisch-albanischer Fußballspieler, der eigentlich als Angreifer gilt, aber wenig Tore schießt, solle laut „Deichstube“ (5.10.2020) „wirklich alles versucht“ haben, „um den SV Werder Bremen am letzten Tag dieser Transferperiode noch zu verlassen“.

Dabei ist er gescheitert wie sonst so oft vorm Tor. Unter der Überschrift „Kuriose Geschichte am Deadline Day – Wenn einer bleiben muss – Das Wechsel-Dram um Werder-Profi Milot Rashica“ wird darüber informiert, dass die Bremer „20 Millionen Euro wollten … als Ablösesumme für ihr bestes Pferd im Stall dem Vernehmen nach kassieren – „und einen Spieler wie Milot nicht unter Wert verkaufen“, wie Frank Baumann deutlich machte. Und das trotz der finanziell so angespannten Lage. Genau diese wollten die Interessenten offenbar ausnutzen. So auch Bayer Leverkusen mit Sportgeschäftsführer Rudi Völler als Verhandlungspartner. „Es gab Schwierigkeiten mit der Kaufoption. Da hatten Bremen und wir unterschiedliche Vorstellungen. Am Ende hat dann die Zeit nicht mehr für eine Einigung gereicht“, sagte der Ex-Bremer dem ‚Kicker‘. Ähnlich äußerte sich Baumann.“

Auch der „Weser-Kurier“ weit unter dem Titel „Werders Einigung mit Leverkusen kam zu spät – Rashica-Wechsel platzt in letzter Sekunde“ mitzuteilen, dass „Milot Rashica … bereits in Leverkusen“ war, „um bei Bayer zu unterschreiben, doch am Ende platzte der Transfer doch noch, weil sich die Klubs zu spät einigten“. Zitat: „Es waren Szenen wie aus einem Krimi. Am Bremer Flughafen stand alles bereit, eine vollgetankte Maschine hatte Spielerberater Altin Lala organisiert, damit sein Schützling Milot Rashica möglichst schnell nach England fliegen könne, um einen neuen Vertrag zu unterschreiben. Doch dann kam alles anders. Rashica wollte nicht mehr auf die Insel, sondern stattdessen zu Bayer Leverkusen. Und so machte sich der 24-Jährige gegen Mittag auf den Weg nach Köln und wurde dort in einem Hotel einquartiert, um die Weichen für seine Zukunft zu stellen. Doch noch am Abend trat er ziemlich niedergeschlagen wieder die Heimreise nach Bremen an. Der erhoffte Transfer war geplatzt.“

Nun wird Werder-Cheftrainer Florian Kohfeldt auch noch Rashica als Stürmer mehr im Kader haben. Ob er hält, was er verspricht, nämlich ein Top-Stürmer zu sein, das wird man sehen. Dafür hat Kohfeldt er einen Mittelfeldmann weniger, denn Davy Klaassen ist endlgültig weg. Ihn zog es zurück zu Ajax Amsterdam.

Unter der Überschrift „Keine Neuen für SV Kirchenmaus – Werder zu arm für Grujic“ scheint man sich bei der „Bild“ über die blanke Kapitalgesellschaft an der Weser lustig. Markus Balczuweit und Tobia Altschäffl teilen mit, das der FC Liverpool bereit gewesen sei, „nach einem ursprünglichen Nein plötzlich zu einer Ausleihe“ von Defensivmann Marko Grujic (24) bereit gewesen sei. Doch am Ende brachte Werder nicht mal mehr für Leihe und ein Jahr Gehalt die notwendige Kohle auf.“

Das ist bitter. Die SV Werder Bremen GmbH & Co. KGaA stehe laut „Bild“ mit einem „30 Mio-Loch“ da. Und für Klaassen kann dieser Pleitekandidat wohl nur „11 + 3 Mio“ bekommen.

In der „Bild“ heißt es dann noch: „Dass kurzfristig ein vertragsloser Profi verpflichtet wird, schließt Baumann übrigens aus: ‚Wir werden bis zum Winter so weiterspielen, wenn wir nicht von einer Verletzungsflut befallen werden.‘ Wenn das mal gut geht…“

Kein Geld, kein Spieler als Klaassen-Ersatz, auch keine Verstärkung für die Defensive und Doppelsechs. Philipp Bargfrede ist auch nicht mehr da. Am 7. Juli 2020 lief sein Vertrag bei Werder Bremen aus.

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