Vorsicht: In der Volksrepublik China werden derzeit Kanadier verhaftet

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Volksrepublik China
Die Flagge der Volksrepublik China. Quelle: Pixabay

Peking, Volksrepublik China (Weltexpress). Mitunter fackeln die Chinesen nicht lange. Es kommt halt drauf an. Worauf oder worum geht es im roten Riesenreich? Rache geht immer und die liegt auf der Hand im Fall des Verhafteten Michael Spavor.

Spavor hält einen Pass Kanadas in Händen, lebt und arbeitet als Geschäftsmann in der chinesischen Stadt Dandong an der Grenze zu Nordkorea und gilt als Korea-Experte. Chinesen jedoch halten ihn angeblich für verdächtig, weil er „in Aktivitäten verwickelt“ sei, „die die nationale Sicherheit gefährden“, berichtete die Nachrichtenagentur China News Service.

Dabei fällt nicht nur dem „ORF“ (13.12.2018) auf, „dass die Formulierung … fast wortgleich mit dem Vorwurf gegen den anderen Kanadier und Experten der Crisis Group, Michael Kovrig, der ebenfalls am Montag festgenommen worden war“ ist.

Dazu schreibt Felix Lee  in der „Tageszeitung“ (13.12.2018): „Was haben Vertreter von Nichtregierungsorganisationen in China mit dem Handelskrieg zwischen China und den USA sowie der Verhaftung der Huawei-Finanzchefin in Kanada zu tun? Chinas Führung bestreitet einen Zusammenhang. Trotzdem liegt der Verdacht nahe: China sinnt auf Rache. Dafür müssen NGO-Vertreter aus Kanada herhalten.“

Lee informiert darüber,  dass der 43-jährige Spavor „zudem für die britisch-chinesische Organisation Paektu, die sich für Kulturaustausch mit Nordkorea einsetzt“, arbeite. „Spavor hatte unter anderem die Besuche des US-Basketballstars Dennis Rodman in Pjöngjang organisiert, der seitdem von Nordkoreas Diktator Kim Jong Un als ‚Freund‘ bezeichnet wird.“

Nun, „Spavor betreibe eine politische Organisation, die ‚in China nicht registriert‘ sei, sagen Chinesen und halten ihn also wegen Spionage fest.

Das chinesische Vorgehen wird von Beobachtern als mögliche Vergeltung für die Festnahme der Huawei-Finanzchefin Meng Wanzhou in Kanada angesehen. Sollte Meng nicht freigelassen werden, dürften weitere Verhaftungen von Kanadiern in der Volksrepublik China drohen.

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