Donnerstag, 21. Mai 2026
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Von Guillotine und Gulag oder die Gunst des Genossen Generalsekretär – Annotation zum Roman „Das Leben des Herrn de Molière“ von Michail Bulgakow

"Das Leben des Herrn de Moliere", ein Roman von Michail Bulgakow. © Sammlung Luchterhand, Luchterhand Literaturverlag

Berlin, BRD (Weltexpress). Der 240 Seiten umfassende Roman „Das Leben des Herrn de Molière“ von Michail Bulgakow ist eine Parallelisierung zweier Leben, das des Dramatikers Jean-Baptiste Poquelin alias Molière, der am 15.1.1622 in Paris geboren wurde und dort am 17.2.1673 starb, mit dem des Autors. Der eine transformierte die Komödie in eine Tragödie und der andere prangerte Zustände an, die der literarischen Aufstände wert waren und spottete.

Bulgakow übertrieb und untertrieb als Literat, zog Ernsthaftes ins Lächerliche, sogar ins Absurde. Mit der Feder zog er ins Gefecht der Untertanen gegen die Obrigkeit, die Nomenklatura der Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken. Mit Molière, der von vielen seiner Zeitgenossen gehaßt und nicht geliebt wurde, gegen Absolutismus und Totalitarismus in einem Roman von und mit Michail Bulgakow?

Während der Komödiendichter dank des Wohlwollens des Sonnenkönigs vor der Guillotine gerettet wird, bewahrt die Gunst des Genossen Generalsekretär den Autor vor dem Gulag.

Bibliographische Angaben:

Michail Bulgakow, Das Leben des Herrn de Moliere, Roman, Seiten: 240, Sprache: Deutsch, Übersetzer: Thomas Reschke, Originaltitel: Sobranie sočinenij v pjati tomach, Originalverlag: Volk & Welt, Format: 11,8 x 18,7 cm, Bindung: Taschenbuch, Klappenbrosch, Verlag: Luchterhand Literaturverlag im Konzern Penguin Random House Verlagsgruppe GmbH, München, 1. Auflage 18.4.2006, ISBN: 978-3-630-62096-1, Preise: 12 EUR (Deutschland), 12,40 EUR (Österreich), 17,50 SFr

Anmerkung:

Siehe die Beiträge

im WELTEXPRESS.

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