Verklärung statt Aufklärung durch Lohnarbeiter der Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland in Bonn?

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Auf dem Dach der Bundeskunsthalle in Bonn. Quelle: Pixabay, Foto: Wilfried Fritz-Maring

Bonn, Berlin, Deutschland (Weltexpress). Per Pressemitteilung vom 31.7.2019 teilt die Pressestelle der Bundeskunsthalle in Bonn mit, dass es „Eine virtuelle Reise durch das Weltkulturerbe von Mossul nach Palmyra“ geben werde und zwar ab 30. August 2019.

Warum nicht, aber warum teilen sie solche Märchen mit? „Mossul, Aleppo, Palmyra, Leptis Magna – diese Städte sind Symbole für das sagenumwobene Weltkulturerbe vergangener Zivilisationen, aber auch für die Zerstörung ihrer Denkmäler durch Fanatismus und Kriege.“ Die Zerstörung geht vor allem auf Anglo-Amerikaner zurück, die in ihren Ölkriegen mit Unterstützung ihrer Vasallen vom Mittelmeer bis zum Hindukusch eine Schneise der Verwüstung geschlagen haben.

Warum verklären die Lohnarbeiter unter den Geschäftsführern Reinier Wolfs und Patrick Schmeing der Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland dermaßen erbärmlich und nennen statt die für die Zerstörungen verantwortlichen Oberbefehlshaber wie Georg W. Bush, Barack Obama und Donald Trump „Fanatismus und Kriege“, als hätten die Mörder und Zerstörer keine Namen?

Die Städte, um die es geht, nennen sie doch auch beim Namen, wenn sie schreiben, dass diese Städte „Mossul, Aleppo, Palmyra, Leptis Magna … mit Hilfe modernster virtueller Rekonstruktionen … und heute zerstörten Stätten auf riesigen Leinwänden zu neuem Leben“ erweckt werden würden.

Offensichtlich ist man in Bonn der Auffassung, dass in Libyen, Syrien und im Irak und also überall dort, wo die Anglo-Amerikaner ihre Ölkriege führten und führen, „muslimische Reiche von den Umayyaden bis zu den Osmanen einen großartigen architektonischen Schatz hinterlassen“ hätten.

Von einer Muselmanisierung beziehungsweise Arabisierung und auch Türkisierung nicht nur Anatoliens, sondern auch Kurdistans, kein Wort. Dass Mossul einst eine kurdische Staat war, das wird verschwiegen wie die Arabisierung unter Saddam Hussein, unter dessen Staats- und Ministerpäsidentschaft Massaker an Schiiten und Kurden verübt wurden.

Warum müssen sich die Lohnarbeiter der Bundeskunsthalle zu den Affen machen, die nicht hören, nichts sehen und nichts sagen oder ist das schon Kunst?

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