Trübe Tassen in Blau und Weiß! – Hirn- und harmloses Rum- und Angerenne von Tante Hertha gegen Werder

Tassen in Blau und Weiß. Quelle: Wikimedia, Foto: PandaBearPhotographyWales

Berlin, Deutschland (Weltexpress). Über 90 Minuten rannte Tante Hertha vor leeren Rängen im Berliner Olympiastadion gegen die Auswahl der SV Werder Bremen GmbH & Co. KGaA an, aber wie? Hirn- und harmlos.

Am Ende kam nur ein Törchen zustande und das in der Nachspielzeit der ersten Hälfte. Mit Jhon Córdoba traf ein Ausländer aus Kolumbien für die Westend-Truppe in der Migrantenmetropole (47.).

Für die in Grün und Weiß spielenden Männer mit dem W auf dem Trikot trafen der als Deutsch-Äthiopisch-Tscheche Davie Selke (10.), der in Schondorf geboren wurde, der Deutsch-Türke Ömer Toprak (29.), der in Ravensburg geboren wurde, der als Deutsch-Brasilianer geltende Leonardo Bittencourt (57.), der in Leipzig geboren wurde, und der VS-Amerikaner Josh Sargent (77.). Alle mehr oder weniger Ausländer und das waren nicht die einzigen an diesem Abend im Olympiastadion. Den Migrantenkick kann man ja gut finden, aber verschweigen wollen wir das nicht, auch nicht, dass die Truppe aus dem Westend doppelt so viele Schüsse auf das von Jiri Pavlenka gehütete Bremer Tor abgaben, zehn an der Zahl. Pavlenka ist übrigens ein Tscheche.

Richtig, die als Bremer geltenden Balltreter waren äußerst effizient. Alexander Schwolow, ein Deutscher, hütete das Berliner Tor und musste vier Mal hinter sich greifen. Allerdings waren die Gäste von der Weser auf der Höhe über der Havel nicht spielbestimmend. Sie stand tief und verteidigten mit ihren fußballerisch limitierten Mitteln so leidenschaftlich, wie sie mit Tempo sowie der einen oder anderen Variante angriffen. Für die Blau-Weiße, die doppelt so viel Ballbesitz hatten, war das anscheinend zu schnell, zu abwechslungs- und zu ideenreich. Führungspersönlichkeiten auf dem Feld der Ehre? Mangelware beim Gastgeber beziehungsweise zu tantig.

Anmerkung:

Siehe auch den Beitrag Zitat des Tages: „Das hindert uns alle nicht daran, den Optimismus zu verlieren.“ im WELTEXPRESS.