Tennis-Unterhaltung vom Feinsten zu Beginn der Gerry Weber Open 2015 in Halle – Champions Trophy mit Chang, Leconte, Kerber und Lisicki

© Foto: Harald Bruning, 2015
Die Fed Cup-Finalistin Angelique Kerber spielte mit French Open-Sieger Michael Chang. Beide verloren zu Beginn der Gerry-Weber-Open 2015, die noch bis zum 21. Juni 2015 im westfälischen Halle stattfindet. Anders gesagt: Mit 7:5 und 7:6 gewannen Leconte und Lisicki.
Beide bewiesen, dass die Champions Trophy immer für eine Überraschungen gut ist und die Profis auf dem Feld das Publikum im Gerry-Weber-Stadion auf unnachahmliche und wunderbarer Weise unterhalten.
Am Anfang wurde eine Torte von Turnierdirektor Ralf Weber überreicht, der sie nicht gebacken haben dürfte. Die süße Sache war nicht für die vier Akteure sondern für Lisickis Trainer Christopher Kas gedacht. Der feierte nämlich in Halle seinen 35. Geburtstag. Das erste Stück aber nahm der 51-jährige Leconte mit zum Einschlagen auf den Court, der nebenbei bemerkte, dass das Tennis im Allgemeinen mehr Entertainment und nicht nur Erfolg brauche.
 
Lisicki, die noch nie einen Grand-Slam-Sieg feierte, jedoch im Mai 2012 auf Platz 12 in der Rangliste der besten Tennisspielerinnen kletterte, lauschte offenbar und überraschte mit einem Aufschlag von 206 Stundenkilometer. Keine Frage: Lisicki ist und bleibt die Bum-Bum-Bine. Chanc hingegen erschreckte alle Anwesenden mit wahren Urschreien beim Aufschlag. Für die derart Gebeutelten unter den Guckern des Showmatch verteilte Leconte in der Spielpause Bananen.
Pausen gab es auch während der Doppel-Begegnung. Mitunter machten es sich Leconte und Chang auf ihren Schlägern bequem und ließen ihre Partnerinnen alleine spielen. Das war dann dolles Damen- und nicht Bratpfannentennis.
Der Franzose, der nie ein Grand-Slam-Turnier aber immerhin den Davis Cup gewinnen konnte, setzte den Gesetzen der Physik wie einem i den Punkt auf und schlug beim Service einen Ball aus dem Stadion. Wer hätte das erwartet?!
Hinaus begab sich auch Chang, der unermüdliche Kämpfer und Dauerläufer, als er sich fröhlich winkend den hinauseilenden Ballkindern anschloss. Klar kam der US-Amerikaner, der immerhin einmal den Grand Slam gewinnen konnte, zurück.
Das Publikum im gut gefüllten Stadion genoss wieder einmal gewaltig viel Spaß mit dem Spektakel, dem Showmatch genannten Mix aus Tennis und Unterhaltung.
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