Ingolstädter Eishockeyspieler jubeln in Berliner Mehrzweckgroßhalle – Vor erneut ausverkauftem Haus verlieren die Berliner Eisbären mit 2:3 gegen den ERC Ingoldstadt das dritte Spiel im Viertelfinale

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In der Tat, die Gäste lagen in der Best-of-Five-Serie schon zwei Spiele zurück und alles deutete auf einen schnellen Vormarsch der Berliner Eisbären ins Halbfinale hin.

Auch im Spiel, als Andre Rankel drei Minuten vor Ende des ersten Drittels Berlin 2:1 in Führung brachte. Mitte des zweiten Drittels aber glich Peter Schafer aus, und dann, 57 Sekunden vor dem Ende, kam der Auftritt von Thomas Greilinger.

Ja, die Berliner und ihr Anhang schienen sich schon mit der Verlängerung zu beschäftigen. Da verlor ein Eisbäre hinter dem eigenen Tor den Puck, Greilinger kurvte vor Berlins Torhüter Rob Zepp und traf zum 3:2-Endstand.

Ingolstadt jubelte, nun haben die Berliner Gäste am Dienstag vor heimischer Kulisse die Chance zum Ausgleich. Aber wenn alles seinen „normalen“ Gang geht, dann gewinnen die Angereisten auswärts und stehen ohne am Donnerstag noch einmal ranzumüssen, im Halbfinale.

Denn woran mangelte es wirklich? Es fehlte an diesem Sonntag nicht die Kraft, weder an Disziplin noch am Können, es mangelte an der Chancenverwertung, an nüchterner Kompromißlosigkeit. Es fehlte die kalte Konsequenz.

Im Grunde waren die Gäste aus der Autostadt stehend k.o. Im letzten Drittel reduzierte Trainer Jim Boni auf drei Sturmreihen. Doch auf dem Eis stellte sich das so da, daß nur zwei Mann Drang zum gegnerischen Tor zeigten, während drei Mann verteidigten. Lag`s an den schwindenden Kräften, lag`s am Druck der Berliner? Die wirkten konditionell topfit. Auf den Kollegen Jörg Lubrich von der Bild wirkten unverständlicherweise die Spieler Walker, Friesen und TJ Mulock „ausgepowert“. Das können wir nicht bestätigen. Ehr schreiben, daß Rob Zepp im Tor der Eisbären sehr gut hielt und auch André Rankel stark spielte.

Zudem erklärte Eisbären-Trainer Don Jackson auf Nachfrage in der Pressekonferenz unmittelbaren nach dem Spiel, daß seine Spieler „fit“ seien. Wenn das so ist, wird der Einzug ins Halbfinale unvermeidlich sein, denn von den Ingoldstädter kann man das wahrlich nicht behaupten.

Eisbären – Ingolstadt 2:3 (2:1, 0:1,0:1); Tore: 0:1 Girard (9.), 1:1 Regehr (12.), 2:1 Rankel (17.), 2:2 Schäfer (31.), 2:3 Greilinger (60.); Zuschauer: 14 200; Schiri: Aumüller/Vogl (Planegg/Thanning; Strafen: 6/16.

Anmerkungen:

(1) http://www.sueddeutsche.de/d5T38J/3992664/Ingolstadt-jubelt.html

(2) http://www.bild.de/sport/mehr-sport/eisbaeren-berlin/verlieren-gegen-ingolstadt-17114140.bild.html

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