Schlag gegen Demokratiebewegung: Saudi-Arabien und Emirate intervenieren in Bahrain – offenbar mit Zustimmung der USA

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Der Zeitung zufolge sollen die ausländischen Militärs eine seit Wochen anhaltende Protestbewegung der rund eine Million zählenden einheimischen Bevölkerung unterdrücken. Die Aktionen in dem Königreich werden mehrheitlich von der schiitischen Bevölkerung getragen, die von der sunnitischen Herrscherdynastie wirtschaftlich ausgebeutet und rechtlich und politisch an den Rand gedrängt wird. Dagegen hat eine Gruppe bahrainischer Abgeordneter Agenturberichten zufolge König Hamad bin Issa Al-Chalifa aufgefordert, das Kriegsrecht zu verhängen, eine Ausgangssperre zu erlassen und Soldaten gegen Demonstranten einzusetzen.

Bahrain, das durch einen langen Damm mit Saudi-Arabien verbunden ist, spielt eine wichtige Rolle in der Strategie der USA, die auf der Insel eine mächtige Marinebasis mit 6000 Soldaten und etwa 30 Schiffen unterhalten, darunter zwei Flugzeugträger. Noch am vergangenen Wochenende hatte US-Verteidigungsminister Robert Gates die Regierung von Bah ­rain bei einem Besuch aufgefordert, den Demonstranten mit »weitreichenden Schritten« entgegenzukommen. Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate hätten es jedoch wohl kaum gewagt, ohne Zustimmung Washingtons auf der Insel mit dem US-Stützpunkt zu intervenieren.

Anmerkung:

Vorstehender Beitrag von Rainer Rupp wurde am 14.03.2011 unter www.jungewelt.de erstveröffentlicht. Alle Rechte beim Autor.

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