Saisonfinale in der 2. Fußball-Bundesliga – Patzer und letzte Hoffnungen

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© Foto: Hans-Peter Becker

Berlin, Deutschland (Weltexpress). Ja Herrschaftszeiten, will den keiner Aufsteigen? Am drittletzten Spieltag brachten es drei Aufstiegsaspiranten tatsächlich fertig, ihre Spiele nacheinander zu verlieren.

Am Freitagabend zog der SC Paderborn im Ostwestfalen-Derby in Bielefeld gegen die Arminia mit 0:2 den kürzeren. Am Samstag spielte der HSV und vergurkte gegen den abstiegsgefährdeten FC Ingolstadt sage und schreibe mit 0:3. Es ist die unendliche Geschichte des HSV, es geht schon ein paar Jahre, sofern nicht Fan des Vereins, blickte alles amüsiert auf das Treiben. Jetzt ist es ein bisschen schlimmer, Mitleid ist in der Hafenstadt das vorherrschende Gefühl.

Wer hat bloß diesen Kader zusammengestellt? Wieder leitete ein krasser Fehler auf B-Jugend-Niveau die Niederlage ein. In Berlin, am Spieltag zuvor war es ähnlich. Der 1. FC Union fühlte sich im siebten Himmel, der vermeintlich große HSV wurde geschlagen. Eine Woche später war wieder Katzenjammer. Im Gegensatz zum HSV können die Darmstädter auf eine in allen Belangen zweitligataugliche Mannschaft verweisen. Die Eisernen bekamen zwei Tore und erzielten selbst nur eins, dazu fehlte etwas Matchglück. So war die erst fünfte Saisonniederlage der Berliner perfekt. Eigentlich ist dasein guter Wert, von 32 Spielen gingen nur fünf verloren, nebenbei bemerkt: das ist Ligaspitze. Ein anderer Wert, auch der höchste der Liga, ist alles andere als positiv, bei 14 Unentschieden wurden zu viele Punkte liegengelassen.

Der 1. FC Köln ist so gut wie durch, ein Punkt aus zwei Spielen und sie sind wieder zurück in der Bundesliga. Wer folgt dahinter? Am vorletzten Spieltag, Sonntag 12. Mai, empfängt der SC Paderborn den Hamburger Sportverein und der 1. FC Union Berlin den 1. FC Magdeburg. Im Ostduell könnten die Eisernen den Verein aus Sachsen-Anhalt wieder in die 3. Liga zurückschicken. Die letzte Chance für Magdeburg …, mehr als der Relegationsplatz ist nicht drin und Ingolstadt hat zwei Punkte mehr.

In Kiel wehrte sich der MSV Duisburg gegen das leider Unvermeidliche. Der unerwartete Sieg sorgte wenigstens dafür, dass Torsten Lieberknecht nicht erneut an der Förde einen Abstieg erleben musste. Vor knapp einem Jahr ereilte ihn dieses Schicksal an gleicher Stelle, als Trainer von Eintracht Braunschweig. Aufgeschoben ist im Fall des MSV Duisburg leider nicht aufgehoben. Es steht so gut wie fest, dass die Zebras die Spielklasse wechseln müssen.

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