Rezession: BIP und BRD im freien Fall – Minus beim Bruttoinlandsprodukt, massiver Rückgang der Nachfrage, gewaltige Finanzierungsdefizite von 158,2 Milliarden Euro in staatlichen Haushalten

Ohne Worte. Quelle: Pixabay

Berlin, Deutschland (Weltexpress). Krise, Krise, Krise und immer noch regieren nicht nur in Berlin Christen und Sozen der Altparteien CDU, CSU und SPD. Die Krise ist mächtig gewaltig. Sie ist so groß, wie seit dem letzten Großkrieg auf deutschem Boden nicht mehr. Würde die „Druckerpresse“ nicht seit Wochen und Monaten heißlaufen, das Volk der Deutschen in der noch mehrheitlich von Deutschen bevölkerten Bundesrepublik Deutschland (BRD) wäre vermutlich schon längst auf der Straße, um nicht dort zu enden. Doch dort laufen derzeit nur kleine Teile.

Zur Wirtschaftskrise haben Dr. Georg Thiel, Präsident des Statistischen Bundesamtes, Albert Braakmann, Leiter der Abteilung Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen, Preise, Michael Kuhn, Leiter der Gruppe Inlandsprodukt, Input-Output-Rechnung, und Jens Grütz, Leiter des Referats Staatssektor, EU-Stabilitätspakt, als Beamte des Statistischen Bundesamtes in Wiesbaden das BRD-Bruttoinlandsprodukt und den Finanzierungssaldo des BRD-Staates 2020 vorgestellt. Unter der Überschrift „Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2020 um 5,0 % gesunken“ heißt es in einer Presseerklärung vom 14.1.2021 zudem, dass das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 5 Prozent niedriger als im Vorjahr gewesen sei. 2009 war es mit einem Minus von 5,7 Prozent ähnlich schlecht.

Klaus Ernst (Die Linke) hält die „Lage in Teilen der Wirtschaft“ in der BRD für „katastrophal“. In einer Linksfraktion-Pressemitteilung vom 14.1.2021 wird der wirtschaftspolitische Sprecher der Fraktion Die Linke im Berliner Reichstag, der auch Vorsitzender des Ausschusses für Wirtschaft und Energie im Deutschen Bundestag ist, wie folgt zitiert: „Die Durchschnittszahlen des Bruttoinlandsprodukts im Jahre 2020 geben die reale Lage nur unzureichend wieder. Der Einbruch der Wirtschaftsleistung etwa in den Branchen der Gastronomie, im stationären Handel, im Tourismus ist desaströs. Auch im verarbeitenden Gewerbe beträgt der Rückgang der Wirtschaftsleistung über 10 Prozent. Trotz enormer staatlicher Hilfsmaßnahmen befürchte ich eine Vielzahl von Insolvenzen.

Trotz Kurzarbeitergeld haben die massiven Rückgänge der Einkommen vieler Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zu einem Rückgang der privaten Konsumausgaben um 6 Prozent geführt. Eine Aufstockung des Kurzarbeitergeldes ist dringend notwendig. Von jenen Geringverdienenden, die weniger als 900 Euro Netto-Individualeinkommen verdienen, hatten über die Hälfte Einkommenseinbußen. Weitere Hilfsmaßnahmen sind unerlässlich, um die Existenzen von Arbeitnehmern, Soloselbständigen und Unternehmen zu sichern. Eine übereilte Konsolidierung der Staatshaushalte, wie es von Teilen der CDU und FDP gefordert wird, behindert ein Herauswachsen aus der Krise. Eine weitere aktive Rolle des Staates muss auch durch eine Vermögensabgabe der Reichsten der Gesellschaft finanziert werden.“