Renault schickt den Mégane als Plug-in ins E-Rennen

Leicht modifiziert wurde die Front des Fahrzeugs. © Foto: Renault, BU: Eva-Maria Becker

Berlin, Deutschland (Weltexpress). Renault ist in punkto E-Mobilität einer der führenden Automobilhersteller weltweit. Der Zoé als reiner Stromer ist ein Bestseller. Und nun verstärken die Franzosen ihr Engagement bei der Auflage von Hybridversionen herkömmlicher Modellreihen – wie Clio, Captur und Mégane. Besonders Plug-in-Hybride sind gefragt.

Apropos Mégane: Er ist seit seinem Marktstart im Jahre 1995 ein Bestseller bei Renault. Und dabei ist die Kombi-Version besonders gefragt, die jetzt auch als erste mit dem doppelten Antrieb angeboten wird – im Rahmen eines Facelifts der Modellreihe. Mit neuem Design, modernerer Technik, besserer Ausstattung und höherwertigen Materialien sowie einer peniblen Verarbeitung von Karosserie und Interieur soll das Fahrzeug weiter Fahrt aufnehmen und in der heiß umkämpften Golfklasse punkten.

Die erste Begegnung mit dem neuen Mégane E-Tech Plug-in Hybrid 160 Grandtour, wie sich die Hybrid-Version nennt: Ein schickes Auto hat Renault da kreiert, natürlich mit dem aktuellen Gesicht der Marke. Im elegant geformten Grill, der mit seinen Ausläufern die streng blickenden LED-Scheinwerfer zu umarmen scheint, thront das große Logo. Den Innenraum prägt die neue Mittelkonsole mit dem voll integrierten Easy-Link-Infoterminal mit 9,3-Zoll-Touchscreen. Die Intens-Ausstattung des Testfahrzeugs umfasst auch ein digitales 10,2-Zoll-Kombiinstrument mit einem sehr genauen Navigationssystem. Weniger genau erweist sich die Verkehrszeichen-Erkennung, auf die man sich besser nicht verlässt.

Der Hybridantrieb des Kombis umfasst als Verbrenner einen 1,6-Liter-Vierzylinder-Benziner mit 67 kW/92 PS und zwei E-Motoren – einen elektrisch angetriebenen Hochvolt-Start-Generator (HSG) mit 25 kW/34 PS und einen Elektromotor mit 49 kW/67 PS. Insgesamt leistet der Mégane Grandtour E-Tech Plug-in-Hybrid 116 kW/158 PS und bietet ein maximales Drehmoment von 205 Newtonmetern. Das Multi-Mode-Getriebe soll mit dem aus der Formel 1 verwandt sein. Den Verbrauch nach dem WLTP-Zyklus gibt Renault mit 1,3 Litern Kraftstoff pro 100 Kilometer an.

Das Fahrzeug startet per HSG elektrisch. Wird mehr Leistung benötigt, springt der Verbrennungsmotor an. Bei Bedarf, zum Beispiel zum zügigen Überholen, arbeiten Verbrennungs- und Elektromotoren gemeinsam. Wie das funktioniert, handeln Beide quasi untereinander aus. Die Spitze erreicht das Fahrzeug bei 183 km/h; im E-Modus liegt die Spitze bei 135 km/h.

Die Batterie, die unter der Rücksitzbank installiert ist, hat eine Kapazität von 9,8 kWh. Damit soll eine rein elektrische Reichweite von 50 Kilometern ermöglicht werden. Wer in der Stadt bleibt, soll mit einer Ladung bis zu 65 Kilometer weit kommen. Und das schafft man tatsächlich! Trotz zusätzlicher Technik bietet der Mégane Grandtour viel Platz. In den Gepäckraum passen 389 bis 1372 Liter, je nach Stellung der Rückbanklehnen. Durch die Platzierung der Batterie haben Passagiere im Fond eine erhöhte Sitzposition, die aber für bis zu 1,80 Meter große Passagiere noch ausreichend Kopffreiheit bietet. Ein Wort zum Preis: Der Einstieg kostet rund 34 107,90 Euro, das von uns getestete Fahrzeug mit Intens-Ausstattung ist ab 36 252,44 Euro zu haben.

Technische Daten:

RenaultMégane GrandtourE-Tech Plug-in 160

  • Leistung Otto-Motor: 68 kW/92 PS
  • System-Leistung: 116 kW/158 PS
  • Verbrauch kombiniert: 1,3 l
  • Höchsttempo: 183 km/h
  • 0 auf 100 km/h: 9,8 s
  • Kofferraum: 389 – 1372 l
  • Preis: ab 34 107,90 Euro